IT an Basler Schulen soll aufgerüstet werden

20. März 2019, 10:13
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Der Kanton Basel-Stadt will die Digitalisierung der Volksschulen und des Zentrums für Brückenangebote für 25 Millionen Franken vorantreiben.

Der Kanton Basel-Stadt will die Digitalisierung der Volksschulen und des Zentrums für Brückenangebote für 25 Millionen Franken vorantreiben. Ab der fünften Klasse sollen alle Schülerinnen und Schüler einen persönlichen Computer erhalten.
Neben den Aufbau- und Einführungskosten von 25 Millionen Franken wird mit jährlichen Betriebskosten von drei Millionen Franken gerechnet, wie die Basler Regierung mitteilt. Später sollen pro Jahr rund 3,8 Millionen Franken hinzukommen.
Die Vorlage geht nun in die Vernehmlassung.
Nach den Vorstellungen der Regierung sollen an den Volksschulen und am Zentrum für Brückenangebote sowohl die Lehrpersonen wie auch sämtliche Schüler mit Geräten ausgerüstet werden. Ob Notebooks oder Tablets zum Einsatz kommen werden, ist noch offen, wie Dieter Baur, Leiter Volksschulen beim Basler Erziehungsdepartement, auf Anfrage sagte.
Vorgesehen ist, dass die Schüler ihren persönlichen Schulcomputer in der fünften Primarklasse erhalten und diesen bis zum Ende der Sekundarstufe I benützen. Diese fünf Jahre entsprächen auch der Lebensdauer eines solchen Geräts, sagte Baur. Bis zur vierten Klasse kommen Poolgeräte zum Einsatz und je nach Stufe müssen sich zwei bis vier Kinder ein Gerät teilen.
Kommt der Ratschlag durch, sollen im Sommer 2020 je eine Pilotklasse der Primar-, der Sekundar- und der Schule für Brückenangebote mit persönlichen Endgeräten ausgerüstet werden. Bis 2027 soll die flächendeckende Ausrüstung laut Baur abgeschlossen sein.
Ausgebaut werden müsse auch der pädagogische und technische Support. Beantragt werden dafür vier zusätzliche Vollzeitstellen.
BYOD an Sek II
Auch an den Mittelschulen des Stadtkantons soll die IT-Infrastruktur ausgebaut werden. Auf der Sekundarstufe II aber sollen weder die Lehrpersonen noch die Schülerinnen und Schüler von der Schule Endgeräte erhalten. Vielmehr müssen sie nach dem Motto "Bring your own device" Laptops, Tablets oder Smartphones selbst mitbringen. Der Grosse Rat hat heute ein entsprechendes Konzept samt 2,85-Millionen-Franken-Investitionskredit ohne Gegenstimme genehmigt. Neben den einmaligen Investitionen bringt die Vorlage jährliche Folgekosten von 1,1 Millionen Franken für Betrieb und Ersatzanschaffungen.(kjo/sda)
Update (13.15 Uhr): Der Artikel wurde im letzten Absatz um die Abstimmungsergebnisse im Grossen Rat ergänzt.

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