IT-Arbeitslosenzahlen stagnieren (fast)

8. Oktober 2020, 12:57
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Im September waren nur geringfügig weniger IT-Spezialisten arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote in der IT bleibt über dem Schnitt.

Für Ende September 2020 weist das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hierzulande 148'560 Arbeitslose aus, die bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet sind. Das sind laut einer Mitteilung 2551 weniger Arbeitslose als im Vormonat. Die Quote sank damit von 3,3% im Vormonat auf neu 3,2%.
Eine ähnliche Entwicklung zeigen die Zahlen auch im IT-Umfeld. So waren Ende letzten Monats im Bereich "Informatik und Kommunikation" 5207 Arbeitslose gemeldet. Von denen kamen 2902 aus dem gesondert ausgewiesenen Bereich "Informatik". Die Veränderung ist mit 69 beziehungsweise 4 weniger gemeldeten Arbeitslosen in diesen Sektoren so gering, dass die Arbeitslosenquote bei 3,7% respektive 3,8% bleibt. Das liegt klar über der Schweizer Gesamtarbeitslosenquote von 3,2%.
Während im Monatsvergleich kaum Veränderungen zu sehen sind, sieht es im Jahresvergleich deutlich anders aus. Aktuell gibt es fast 50% mehr arbeitslos gemeldete Personen als im September 2019.
Diese Entwicklung zeigt sich auch im IT-Bereich. So meldete das Seco im September 2019 für die Rubrik Informatik und Kommunikation erst 3581 Arbeitslose und für die Untergruppe Informatik 1949 Stellenlose. In Informatik und Kommunikation waren das also 1626 Personen beziehungsweise 45,4% weniger Stellensuchende als derzeit. Und in der Untergruppe Informatik waren vor einem Jahr 953 Personen oder 48,9% weniger auf Stellensuchende beim RAV.

Weniger Kurzarbeit

Interessant ist, dass das Seco einen Einblick in die Entwicklung in Sachen Kurzarbeit gibt. Die Zahlen sind allerdings nicht aktuell, sondern beziehen sich auf den Juli 2020. Demnach waren 347’638 Personen von Kurzarbeit betroffen, 28,8% weniger als im Vormonat Juni. Zudem habe sich die Anzahl der betroffenen Betriebe um 25,4% auf 39’071 Firmen verringert. Die ausgefallenen Arbeitsstunden beziffert das Seco auf 20’403’950, was einer Reduktion um 28,1% entspreche.
Die Auswirkungen des Lockdowns und der Corona-Krise werden im Vergleich mit den drastischen Abweichungen der Zahlen vom Vorjahr sichtbar: Im Juli 2019 habe man lediglich 44’665 Ausfallstunden registriert, welche sich auf 744 Personen in 58 Betrieben verteilt hatten, so das Seco.

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