IT-Budget der Schweizer CIOs sinkt

28. Januar 2014, 15:12
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Der CIO bleibt Dienstleister, besagt eine Studie von Capgemini.

Der CIO bleibt Dienstleister, besagt eine Studie von Capgemini.
Jahrelang haben CIOs gehofft, eines Tages Business-Partner des Managements zu werden und in dieser Rolle geschäftliche Probleme mit Technologie zu lösen. Dieser Traum wird sich für viele möglicherweise nicht mehr erfüllen. Das besagt die zum elften Mal durchgeführte CIO-Studie des IT- und Consultingunternehmens Capgemini. Denn während die Bedeutung von IT in den letzten Jahren enorm gestiegen ist, wurde der CIO nicht in gleichem Masse wichtiger. Stattdessen holte das Management in Sachen IT-Know-how auf und verweist den CIO jetzt fast wieder auf seine angestammte Rolle als Dienstleister.
Gemäss der IT-Trends Studie 2014, an der 141 deutschsprachige Entscheidungsträger teilgenommen haben, wird sich das IT-Budget positiv entwickeln. Im Gegensatz zu Deutschland und Österreich werden in der Schweiz aber viele IT-Verantwortliche die Ausgaben ab dem kommenden Jahr senken müssen.
Klassische Application- und Infrastructure-Management-Leistungen sowie Softwareentwicklung werden weiterhin in grossem Umfang von Dritten zugekauft, wie die Studie ergeben hat. Allerdings verändern sich die Bedingungen: Etwas mehr als ein Drittel der Befragten geht davon aus, dass die Vertragslaufzeiten in Zukunft kürzer werden. 35 Prozent wollen die Leistungspakete in Richtung Full-Outsourcing vergrössern, 27 Prozent gehen von der Aufteilung in kleinere Gewerke aus, die dann an verschiedene Spezialisten ausgelagert werden. Weniger als 30 Prozent der CIOs holten im vergangenen Jahr auch Projekte ins Unternehmen zurück. Die Motivation dafür war, intern wieder das entsprechende Know-how aufzubauen und die Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen.
Ganz anders als im vergangenen Jahr stehen 2014 viele Themen im Mittelpunkt, die sich um IT-Sicherheit drehen - wenig überraschend mit Blick auf den NSA-Skandal. Die Top-3-Technologien des Jahres waren Business Continuity, Virtualisierung und Integration von Standard- und Individualsoftware. Als Flop des Jahres nannten die Befragten IT-Entscheider App-Stores für KundInnen oder BürgerInnen, Bring Your Own Device und Context-aware Computing. Und am meisten an Bedeutung gewonnen hat die Machine-to-Machine-Kommunikation. (lvb)

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