IT-Budgets Schweiz: Die Hand bleibt an der Bremse

2. Februar 2011, 14:05
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Die IT-Ausgaben von Schweizer Unternehmen könnten dieses Jahr etwas stärker steigen als 2010, glaubt MSM Research. Aber der Spardruck bleibt.

Die IT-Ausgaben von Schweizer Unternehmen könnten dieses Jahr etwas stärker steigen als 2010, glaubt MSM Research. Aber der Spardruck bleibt.
MSM Research hat seine aktuellsten Prognosen zur Entwicklung des Schweizer Unternehmens-ICT-Marktes 2011 vorgelegt. Das Schaffhauser Marktforschungsunternehmen sagt voraus, dass die ICT-Ausgaben der Schweizer Unternehmen im laufenden Jahr rund 15,9 Milliarden Franken betragen werden. Nach der markanten "Wachstums-Delle" von minus 4,9 Prozent im Jahr 2009 und einem Wiederanstieg von 1,1 Prozent im Jahr 2010 würde dies einem Wachstum von rund 2 Prozent entsprechen.
Überdurchschnittliche Wachstumschancen sieht MSM-Chef Philipp A. Ziegler vor allem für Businesslösungen und Projektservices aus den Bereichen CRM, ECM, BI, ERP, Mobility-Anwendungen und Datacenter. Grössere Wachstumsraten dürften auch in den Bereichen Security, Collaboration-Tools, Outsourcing und Cloud Computing Services zu verzeichnen sein. Generell sei die ICT-Strategie der Unternehmen gegenwärtig von vier Zielen geprägt: Effizienz steigern, Kosten senken, Agilität erhöhen und Freiraum für Innovationen schaffen.
Ein Drittel will noch mehr sparen
Die meisten IT-Verantwortlichen werden aber auch dieses Jahr mit "nur leicht aufgestockten Budgets" zurecht kommen müssen, so MSM. Falls überhaupt – denn 35 Prozent der Unternehmen, also rund ein Drittel, planen laut MSM dieses Jahr eine Senkung ihrer ICT-Budgets. Die Unternehmen, die weiter sparen wollen, stammen vor allem aus der Industrie und der Finanzbranche.
Es gibt diverse Faktoren, welche die Ausgabefreudigkeit der Kunden bremsen oder die Preise der Anbieter unter Druck setzen. Exportorientierten Unternehmen macht beispielsweise der schwächelnde Euro respektive die weitere Stärkung des Frankens Sorgen, was die Zurückhaltung bei Ausrüstungsinvestitionen erhöht. Dies führt unter anderem zur Aufteilung von grösseren Projekten in kleinere Projektpakete und zur permanenten Suche nach zusätzlichem Kostensparpotential und besseren Angeboten.
Der harte Wettbewerb auf Anbieterseite lässt damit kaum nach, und sollte zusammen mit der zunehmenden Standardisierung gerade auch im Servicebereich – Cloud Computing stellt hier sozusagen die "Spitze des Eisbergs" dar – zu einem weiteren Sinken der Preise führen. (Hans Jörg Maron)

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