IT-Chefin tritt ab – AOL-Datenleck hat personelle Konsequenzen

22. August 2006, 09:31
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Die Affäre um Daten über Suchabfragen, die von AOL-Angestellten auf äusserst unbedarfte Art und Weise --http://www.

Die Affäre um Daten über Suchabfragen, die von AOL-Angestellten auf äusserst unbedarfte Art und Weise versehentlich in die Internet-Öffentlichkeit entlassen wurden, kostet einige AOL-Leute ihre Stelle.
Das am höchsten postierte "Opfer" ist Maureen Govern, die seit dem letztem September als CTO (Chief Technology Officer) bei AOL fungierte. Govern hat gemäss AOL von sich aus die Konsequenzen ergriffen und ihren Rücktritt eingereicht, den AOL umgehend akzeptierte. Govern arbeitet bereits nicht mehr für AOL. Als CTO war sie direkt verantwortlich für die Abteilung, in der die Daten ins Internet gestellt wurden. Fristlos entlassen wurden zudem zwei weitere AOL-Leute, die für das Missgeschick verantwortlich gewesen seien.
Das Datenleck bei AOL entstand, weil einige Forscher Daten zu Suchabfragen ins Internet stellten, um sie mit anderen Forschern zu teilen. Schon die Idee, diese Daten Drittpersonen ausserhalb des Unternehmens zur Verfügung stellen, wurde anscheinend nicht hinterfragt, und um dem Ganzen die Spitze aufzusetzen waren die Daten dann auch noch gänzlich ungeschützt auf einer Webseite zu finden.
AOL mach nun mangelndes Urteilsvermögen bei einigen Personen, welche die direkt Verantwortlichen hätten beaufsichtigen sollen, dafür verantwortlich. Durch das Datenleck wart das Unternehmen stark in die Kritik geraten und hofft nun, durch die Entlassung der Verantwortlichen die Wogen zu glätten. (hjm)

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