IT-Dienstleister Cognizant steigert Umsatz mit weniger Mitarbeitern

12. Februar 2018, 16:11
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Die eine Hälfte der News: Der Umsatz von Cognizant stieg im Jahr 2017 um zehn Prozent.

Die eine Hälfte der News: Der Umsatz von Cognizant stieg im Jahr 2017 um zehn Prozent. Aber, und das ist die eigentliche News, der Umsatz des IT-Dienstleisters stieg, obwohl die Anzahl der Cognizant-Mitarbeiter im Vergleich zu 2016 um 200 gesunken ist.
Dies bilanziert 'The Economic Times India' mit einiger Verblüffung nach der Publikation der letzten Quartalszahlen des Giganten.
Es kann als Durchbruch gelten, dass dies ein IT-Unternehmen schaffe. Üblicherweise geht Umsatzwachstum für diese Art von Unternehmen bekanntlich Seite an Seite einher mit Personalwachstum. "Dies war das erste Mal in der Geschichte des Unternehmens", so die Publikation, und "eine Leistung, der Experten zufolge der Rest der IT-Branche nacheifern wird".
Cognizant sei gar der erste indische IT-Dienstleister, der über einen gesamten Berichtszeitraum erfolgreich Umsatz und Mitarbeiterzahlen habe entkoppeln können.
Der Konzern ist seit einiger Zeit (wie andere auch) daran, seine Mitarbeiter umzuschulen, die Fluktuation zu senken und nicht nur Kernprozesse von Kunden, sondern auch die eigenen zu automatisieren. Letztes Jahr habe man 100'000 Angestellte umgeschult für die neuen Zeiten, sagte Cognizant-CEO Francisco D'Souza den Medien laut 'ZDnet'.
Mit Automatisierung und anderen Massnahmen kann man also den Umsatz pro Mitarbeiter erhöhen, lässt sich Peter Bendor-Samuel, CEO der IT-Beratungsfirma Everest Research, zitieren. Gleichzeitig prognostiziert er, es "werden weniger Menschen benötigt". Cognizant beschäftigt aktuell noch 260'000 Mitarbeiter.
Es wird interessant sein, in einigen Monaten diese Resultate mit denjenigen von Infosys, Wipro, DXC, Tech Mahindra und Tata Consultancy Services zu vergleichen. Laut der indischen Online-Publikation 'Live Mint' entwickeln sich deren Mitarbeiterzahlen sehr unterschiedlich.
Unter dem Strich scheinen die grossen IT-Outsourcer in Indien die Mitarbeiterzahlen zu senken, was bis 2017 in der indischen IT-Geschichte nie der Fall war. Ausserdem werden indische Jobs in die USA verlagert. (mag)

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