IT-Kampftruppe des VBS vorerst auf dem Abstellgleis

1. Oktober 2007, 11:37
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Wie der 'Tages-Anzeiger' am Samstag berichtete, hat das Verteidigungsdepartement VBS das umstrittene Projekt zur Abwehr von IT-Angriffen zurückgestellt.

Wie der 'Tages-Anzeiger' am Samstag berichtete, hat das Verteidigungsdepartement VBS das umstrittene Projekt zur Abwehr von IT-Angriffen zurückgestellt. Anfang Juli war bekannt geworden, dass das VBS seit 2003 am Aufbau einer neuen Truppe zur Informations-Kriegsführung arbeitet. Die IT-Spezialeinheit soll "Information Operations" heissen. Erste Feldversuche waren für 2009 geplant, ab 2012 sollte die 500 bis 600 Mann starke "IT-Kampftruppe" operationell sein.
Die Pläne stossen aber auf heftigen politischen Widerstand von allen Seiten. Sogenannte Sicherheitspolitiker erfuhren erst via Medien davon. Für Erstaunen sorgt zudem der Umstand, dass dem Projekt die gesetzliche Grundlage fehlt. Diese soll nun gemäss 'Tagi' nachgeliefert werden. Urs Müller vom Führungsstab der Armee sagte, dass das VBS voraussichtlich 2009 dem Gesamtbundesrat einen Gesetzesentwurf unterbreiten werde. Offiziell wird der Marschhalt mit einer "geänderten Priorisierung" erklärt. Gérald Vernez, Chef der Sektion "Informationsoperationen", rechnet mit einer Verzögerung von etwa drei Jahren.
Laut 'Tagi' werden die Informationsoperationen der Armee aus diversen Gründen noch zu reden geben. Eindringen in fremde Informationssysteme sei problematisch, zudem befassen sich schon heute mehrere Bundesstellen mit der Informationssicherheit. (mim)

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