IT-Messe in Bern: Geht das?

10. März 2006, 17:29
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Von "sehr positiv" bis "naja" - aber alle wollen wiederkommen. Topsoft muss weiter am Besuchermarketing arbeiten.

Von "sehr positiv" bis "naja" - aber alle wollen wiederkommen. Topsoft muss weiter am Besuchermarketing arbeiten.
Die KMU-ERP-Messe Topsoft ging gestern und heute erstmals in Bern in der BEA-Halle über die Bühne. Positives vorab: Die Messe ist und bleibt sehr gut organisiert, man wird nett empfangen, es gibt genügend Platz für Gespräche und der Auftritt von 130 Ausstellern gab den Besuchern einen umfassenden Einblick in das helvetische Business-Software-Schaffen. Ebenfalls positiv fanden wir, dass am Aussteller-Apéro gestern Abend das Bier nicht ausging - zum Schluss blieb sogar noch welches für den obligaten Securitas-Mann. Der wollte aber keines.
Rot gegen blau, fast kein Gelb
Auffallend, dass sich diesmal der blauen Phalanx der Microsoft-Partner eine grosse rote "Wand" von Abacus-Spezialisten gegenüber stellte während wir fast kein "SAP-Gelb" mehr sahen. Dafür gabe es einige SAP-Partner als Aussteller, die sich mit mySAP All-in-One an ein gehobenes Segment der Schweizer KMU-Landschaft richten.
Euphorie bis Schulterzucken
Ganz unterschiedliche Reaktionen von Ausstellern ernteten wir auf die Frage, wie zufrieden sie mit der "Berner Topsoft" seien. Josef Schmid vom multinationalen ERP/PPS-Riesen Infor war schlicht euphorisch und sprach davon, dass man so eine Messe unbedingt auch in Österreich durchführen sollte. Ebenfalls sehr zufrieden zeigten sich die Leute von Codex, die von konkreten und neuen Projekten berichteten.
Andere waren mit dem Besucherzustrom weniger zufrieden und fragten sich, ob Bern als IT-Messeplatz einfach noch zuwenig bekannt sei. Von verschiedener Seite her, interessanterweise alles Hersteller von Handelslösungen, hörten wir, dass das Geschäft seit Anfang Jahr harze.
Weiterhin Bern und Zürich - zusätzlich Themenschwerpunkte
Die Organisatoren der Topsoft, Cyrill Schmid und Marcel Siegenthaler, sehen sich in ihrem Konzept bestätigt. In Bern habe es "annähernd gleich viele Besucher" wie letzten Herbst in Zürich gehabt, schreiben sie in einer Mitteilung von heute. Dies obwohl die parallele Security-Zone in Bern gefehlt hat. 280 Besucher haben sich Referate angehört, wobei dasjenige zum Thema Salesforce.com auch unter den Ausstellern viel Gesprächsstoff gab.
Die beiden wollen die Business Software-Veranstaltung weiterhin zweimal jährlich in Bern und in Zürich durchführen. Im Herbst soll in Zürich zudem das (brennende) Thema "CRM für KMU" im Vordergrund stehen, während man sich nächsten Frühling in Bern vertieft mit Dokumentenmanagement beschäftigen will - ein gutes Konzept.
Besuchermarketing kann noch stärker werden
Die Topsoft ist und bleibt für KMU Business-Software-Spezialisten ein Muss, denn der Aufwand ist verglichen mit einer Orbit-iEX oder eigenen Kundenveranstaltungen vergleichsweise gering und der Fokussierungsgrad hoch. Zudem wird die Veranstaltung mit jeder Ausführung professioneller - vom früheren "rauhen Charme mittelländischer Turnhallen" ist nicht mehr viel zu spüren. Einzig der Bekanntheitsgrad der Messe unter den Schweizer KMU, den potentiellen Käufern von Business-Software, sollte noch gesteigert werden, sagten uns einige Aussteller. (Christoph Hugenschmidt)
(Interessenbindung: Unser Verlag ist (zufriedener) Medienpartner der Topsoft)

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