IT-Projekt E-Asyl verzögert sich

18. Februar 2019, 12:59
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Auch der Asylbereich der Schweizer Verwaltung wird digitalisiert.

Auch der Asylbereich der Schweizer Verwaltung wird digitalisiert. Mit dem IT-Projekt E-Asyl will das Staatssekretariat für Migration (SEM) Papier, PDFs und Excel-Listen durch ein integriertes System ablösen, inklusive elektronischer Fallbearbeitung. Doch läuft das Projekt nicht ganz reibungslos, wie die 'NZZ am Sonntag' berichtet.
Demnach sei es im vergangenen Jahr zu Verzögerungen gekommen, unter anderem wegen beschränkter Ressourcen beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD), respektive dem IT-Servicezentrum des EJPDs. Es werde aber davon ausgegangen, dass ab März mit dem neuen IT-System gearbeitet werden könne, das zumindest die minimalen Voraussetzungen erfülle, schreibt die Zeitung. Am 1. März tritt die Gesetzes- und Verordnungsänderungen zur Neustrukturierung des Asylbereichs in Kraft, mit der die beschleunigten Asylverfahren schweizweit eingeführt werden.
Dafür fahre man eine zweigleisige Strategie: In einer ersten Phase wolle das SEM mit einem IT-Produkt arbeiten, das den minimalen Anforderungen genüge. Gleichzeitig werde das Zielsystem entwickelt. Es seien wohl ein weiteres Jahr lang Anpassungen und Ergänzungen technischer Natur nötig, sagt ein SEM-Sprecher zur Zeitung.
Die Ausgaben für E-Asyl belaufen sich laut 'NZZ' auf 7,5 Millionen Franken, wovon 1,7 Millionen auf externe Leistungen entfallen würden. Insgesamt beschäftigt sich das SEM mit fünf IT-Projekten. Darunter auch E-Retour für den Prozess der Rückkehr sowie IT-Projekte für die Verteilung der Asylbewerber wie auch die Disposition von Sachbearbeitern oder Übersetzern. (kjo)

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