IT-Riesen drängeln in die Videoüberwachung

30. Mai 2007, 12:12
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Den Big Brothers dieser Welt die Ausrüstung zu verkaufen ist lukrativ.

Den Big Brothers dieser Welt die Ausrüstung zu verkaufen ist lukrativ.
Die Ausrüstung von immer mehr Städten mit Videoüberwachungssystemen ruft nun neben klassischen Sicherheitsunternehmen auch Technologieriesen wie Cisco, IBM, HP oder EMC auf den Plan. Cisco etwa hat erst in der vergangenen Woche mit der Übernahme von Broadware sein Überwachungsportfolio ausgebaut. Analysten rechnen damit, dass weitere IT-Konzerne über Zukäufe in den Videoüberwachungssektor einsteigen wollen, berichtet 'Cnet'.
Auch Investoren haben sich in den vergangenen Jahren verstärkt dem Segment zugewandt. Allein 2006 wurden 100 Millionen Dollar in Unternehmen gepumpt, die mit Technologien für den Videoüberwachungsbereich aufwarten. Experten zufolge steht der Markt nun aber vor einer Konsolidierung. "Wir glauben, dass die Höhe des investierten Wachstumskapitals 2007 sinken wird, weil die Investoren sich stärker mit Gewinnmitnahmen und Ausstiegsstrategien befassen", heißt es in einem Marktbericht von USBX Advisory Services.
Bisher haben sich laut Cnet vor allem Unternehmen, die selbst Sicherheits- oder Infrastruktur-Lösungen anbieten, für den Videoüberwachungssektor interessiert. Seit dem vergangenen Jahr verstärken aber grosse IT-Konzerne massiv ihr Engagement. So hat IBM eine eigene Software für die Videoanalyse auf den Markt gebracht. Siemens baute mit dem Kauf von VistaScape Security Systems ebenfalls sein Portfolio im Bereich Videoanalyse aus. Cisco hat im Vorjahr den Videoüberwachungsspezialisten SyPixx für 51 Millionen Dollar übernommen.
Die Übernahmen von Broadware und SyPixx signalisieren dem Investmentbanker Breaux Walker zufolge den Willen von Branchenprimus Cisco, sein Wachstum durch das Besetzen von Nischenmärkten anzukurbeln. Allerdings drückt Walker kräftig auf die Euphoriebremse. Es sei fraglich, ob der Videoüberwachungsmarkt gross genug für so viele Player sei. (pte)

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