IT soll sich jetzt mit Desktop-Virtualisierung beschäftigen

13. Februar 2009, 14:18
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Gartner sagt dem Virtualisierungs-Business explosives Wachstum voraus und gibt scharfe Tipps.

Gartner sagt dem Virtualisierungs-Business explosives Wachstum voraus und gibt scharfe Tipps.
Nicht alle Perspektiven im Informatik-Geschäft sind düster. So sagt Gartner dem Markt für Virtualisierungs-Software im laufenden Jahr traumhaftes Wachstum voraus. Der Umsatz mit Programmen, mit deren Hilfe sich verschiedene Betriebssysteme und Applikationen eine physische Maschine teilen können, wird dieses Jahr um 40 Prozent wachsen und weltweit 2,7 Milliarden Dollar erreichen.
Besonders starkes Wachstum wird der Absatz von Software für die Virtualisierung von Desktops (PCs und Notebooks) zeigen. Letztes Jahr war der Markt mit einem Volumen von weltweit 74,1 Millionen Dollar noch sehr klein, doch werden die Umsätze mit Desktop-Virtualisierungs-Software sich dieses Jahr mehr als verdreifachen (!) und total knapp 300 Millionen Dollar erreichen.
Der Löwenanteil der Umsätze wird aber mit Software, mit der man virtualisierte Server managen kann, gemacht werden. Dies, so Gartner, weil die Kerntechnologie, der so genannte Hypervisor, immer mehr mit Hardware gebündelt wird.
Sich jetzt mit dem Management von virtualisierten Desktops beschäftigen
Noch ist der Markt für die Virtualisierung von einzelnen PC-Arbeitsplätzen sehr klein. Doch reifen die verfügbaren Produkte rasch und virtualisierte Desktops werden in wenigen Jahren zum Alltag gehören. Die IT-Abteilungen sollten sich deshalb bereits jetzt mit der Verwaltung und Optimierung von virtualisierten PC-Flotten beschäftigen, genauso wie sie das in der Vergangenheit mit konventionellen PC-Umgebungen getan haben. Denn obwohl virtualisierte PCs standardisierter und (logischerweise) auch zentralisierter als klassische PC-Arbeitsplätze sind, gibt es noch keine einfachen und kompletten Lösungen zur ihrer Verwaltung über den ganzen Lebenszyklus hinweg. IT-Abteilungen sollten, so der Rat von Gartner, gewisse Ausgaben für Lösungen für einzelne Aspekte dieser Problematik budgetieren.
Zudem sollten sich die Informatik-Abteilungen Gedanken zur finanziellen Seite von Desktop-Virtualisierung machen und sicherstellen, dass man einen genauen Vergleich zu konventionellen PC-Parks hat. Zu bedenken ist dabei, dass PC-Virtualisierungs-Projekte immer auch Virtualisierungsprojekt auf der Serverseite nach sich ziehen. Dazu kommt, dass es noch keine Komplettlösungen für das Management der virtualisierten Umgebungen gibt und die IT-Abteilungen deshalb eine solche selbst aus verschiedenen Komponenten aufbauen müssen. (Christoph Hugenschmidt)

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