IT und Innovation bei Schweizer Unternehmen

16. Juli 2013, 09:05
  • channel
  • innovation
image

Studie: Informations-"Röschtigraben" zwischen IT und Businessabteilungen behindert Innovation.

Studie: Informations-"Röschtigraben" zwischen IT und Businessabteilungen behindert Innovation.
Das deutsche Unternehmen MID hat eine Umfrage zur Leistungsfähigkeit des Innovationsprozesses in Schweizer Unternehmen durchgeführt. MID hat sich dabei auf Firmen aus allen Branchen konzentriert, für die Innovation ein wichtiger Teil des Geschäfts ist. 295 Führungskräfte aus Fach- und IT-Bereichen haben daran teilgenommen.
Die Umfrage hat ein klares Resultat: Viele empfinden die Zusammenarbeit zwischen IT-Abteilungen und Fachbereichen als ineffizient. Als Problem wird dabei insbesondere die ungleiche Verteilung von Informationen und Know-how identifiziert: Rund 80 Prozent halten die Durchgängigkeit der Informationen für den entscheidenden Schlüssel zu grösserer Leistungsfähigkeit in den Innovationsprozessen. Gleichzeitig sehen rund 60 Prozent die Inkonsistenz von Informationen zwischen Fach- und IT-Bereich als zentrales Problem. Rund zwei Drittel finden, dass insbesondere das IT-Know-how in den Businessabteilungen verbessert werden sollte.
IT-Tools, die genau diese Informationskosistenz unterstützen sollten, scheinen trotzdem noch keine grosse Verbreitung zu haben. Laut MID nutzen mehr als 70 Prozent der Befragten Werkzeuge, die nur eingeschränkte oder gar keine Fähigkeiten haben, um die Konsistenz von Informationsmodellen über mehrere Ebenen hinweg sicher zu stellen. An dieser Stelle gilt es allerdings anzumerken, dass MID in dieser Sache nicht neutral ist: Das Unternehmen bietet selbst ein Produkt an ("Innovator"), dass genau diese Fähigkeit besitzen soll.
Auf der IT-Architekturseite setzen rund drei Viertel der befragten Unternehmen auf Service Orientierte Architekturen (SOA). Gleichzeitig, so MID, würden mehr als 60 Prozent der Befragten die Pflege und Weiterentwicklung von SOA-Instanzen als nicht effizient empfinden. Viele würden zudem in die Entwicklung von eigenen Werkzeugen investieren, da Standardtools hinter ihren Erwartungen zurückbleiben. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

DXC hofft auf Turnaround im kommenden Jahr

Der Umsatz des IT-Dienstleisters ist im abgelaufenen Quartal erheblich geschrumpft. Im nächsten Geschäftsjahr soll es aber wieder aufwärts gehen, sagt der CEO.

publiziert am 2.2.2023
image

Rapid7 prüft offenbar einen Verkauf

Der Security-Anbieter erwägt laut Medienberichten Optionen für einen Verkauf. Dabei soll auch eine Übernahme durch Private-Equity-Investoren infrage kommen.

publiziert am 2.2.2023
image

ChatGPT: OpenAI entwickelt KI, um eigene KI zu entlarven

Die Firma hat ein neues Tool auf den Markt gebracht, das erkennen soll, ob ein Text von einem Menschen oder einer KI geschrieben wurde.

publiziert am 1.2.2023
image

Gartner: Nachfrageschwäche für PCs hält an

Sowohl Unternehmen als auch Consumer werden dieses Jahr weiterhin Ausgaben scheuen und ihre alten Geräte länger benutzen, anstatt neue zu kaufen, sagt der Marktforscher.

publiziert am 1.2.2023