IT-Zentralisierung bei Sulzer stockt

14. Februar 2013, 14:29
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Der Industriekonzern verlangsamt die geplante IT-Harmonisierung. Und bekommt zum dritten Mal in drei Jahren einen neuen CIO.

Der Industriekonzern verlangsamt die geplante IT-Harmonisierung. Und bekommt zum dritten Mal in drei Jahren einen neuen CIO.
Der Winterthurer Traditionskonzern Sulzer führt derzeit eine Zentralisierung der Informatik durch. Damit sollten ursprünglich die vier Divisionen weitreichende Kompetenzen an die Konzernzentrale in Winterthur abgeben. Das Ziel dabei wäre gewesen, die Marge durch die vermehrte Zusammenarbeit zu steigern und den Konzern transparenter zu machen, wie die 'Handelszeitung' schreibt.
Doch nun gerät die geplante IT-Harmonisierung ins Stocken. "Die Arbeitsteilung zwischen dem Konzern und den Divisionen wurde gegenüber den ursprünglichen Plänen verändert", so Sulzer-Sprecher Thomas Gerlach gegenüber der Wochenzeitung. Neu sollen nur noch die Infrastruktur und Datacenter zentral gesteuert werden. Ausserdem sollen Basispakete wie Windows Office 2010 oder Windows 7 von der Konzernzentrale aus organisiert werden. Der lokale Support und das Rollout wird aber beispielsweise weiterhin in den Händen der einzelnen Divisionen liegen.
Der Grund für diese Veränderung des ursprünglichen Plans sei laut Gerlach praktischer Natur: Der Übergang von einer sehr dezentralen zu einer vollständig zentralisierten Informatik habe sich als sehr zeitaufwendig und komplex erwiesen, erklärt der Sulzer-Sprecher.
Neue IT-Chefin
Ausserdem bekommt die Informatik-Abteilung den dritten neuen Chef innerhalb drei Jahren. Thomas Zapf verlässt Sulzer nach nur einem Jahr wieder. Die neue Person an der IT-Spitze heisst Ursula Soritsch-Renier, so Gerlach gegenüber inside-it.ch. Sie war seit 2009 bei Novartis Vaccines and Diagnostics als Global Head IT Strategy, und vorher drei Jahre lang Director Information Management bei Philips Healthcare. (Linda von Burg)

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