ITU Telecom World will Breitband für (fast) alle

26. Oktober 2011, 08:57
  • telco
  • genf
image

An der gestern feierlich eröffneten ITU Telecom World 2011 in Genf stehen die wichtigsten Themen der Industrie zur Debatte.

An der gestern feierlich eröffneten ITU Telecom World 2011 in Genf stehen die wichtigsten Themen der Industrie zur Debatte. Die Veranstaltung soll die Bedenken, Träume und Visionen der Menschen weltweit reflektieren, sagte Dr. Hamadoun Toure, Generalsekretär der ITU, gestern an der Pressekonferenz zur Eröffnung des Anlasses.
Zum ersten Mal in der Geschichte der ITU Telecom World werden die Veranstaltungen in Genf im Internet live übertragen und man kann sich an einem Online-Chat beteiligen. Die Resultate der Debatten sollen danach in einem "Manifesto" festgehalten werden.
An der Eröffnungspressekonferenz stellte zudem die UN-Kommission für Breitband die neu gesetzten vier Ziele für 2015 vor. Bis ins Jahr 2015 soll die Internet-Penetrationsrate weltweit 60% erreichen. In Entwicklungsländern sollen die Hälfte aller Menschen Breitband-Internet haben und für die ärmsten Länder wurde die Zielsetzung auf 15 Prozent festgelegt.
Seit gestern ist auch der neue ITU Mini-Report The World in 2011: ICT Fact and Figures verfügbar. Er zeigt ein beeindruckendes Wachstum sowohl in der Verbreitung von Internet als auch bei der Verbreitung von Mobiltelefonen. So wird erwartet, dass Ende Jahr die Zahl von 6 Milliarden Menschen Mobiltelefone besitzen werden und rund 2,3 Milliarden Leute Zugang zum Internet haben werden.
Genf in Frage gestellt
Wie vor einer Woche bekannt geworden ist, wird die ITU Telecom statt wie bisher alle drei Jahre künftig jährlich stattfinden. Im nächsten Jahr wird die Veranstaltung in den Vereinigten arabischen Emiraten, in Dubai, ausgerichtet. Geplant ist, für jede zweite Austragung einen festen Standort für den Anlass festzulegen, während der Ort für das weltweite Stelldichein der Telekommunikation in den Zwischenjahren jeweils neu festgelegt wird. Welcher Ort den Zuschlag für den festen Standort erhält, ist noch nicht bestimmt. Die ITU hat das Rennen dafür erst kürzlich eröffnet - der Standort Genf ist damit in Frage gestellt. (Christoph Jaggi, Genf)

Loading

Mehr zum Thema

image

Podcast: 5G und Glasfaser – wer soll beim Ausbau mitreden?

Wir waren am Telekom-Gipfel des Branchenverbands Asut und nehmen die Themen kritische Infrastruktur, 5G und Glasfaser auf. Die Telcos sagen: Finanzierung ja, hereinreden nein. Das geht nicht auf.

publiziert am 24.6.2022
image

Telekom-Chefs fordern mehr Unterstützung der Politik

Angesichts der Flut an Einsprachen gegen neue 5G-Mobilfunkantennen wünschen sich die Chefs der grossen Schweizer Telcos mehr Unterstützung durch die Politik. Punkto Glasfaserausbau zeigen sie indes wenig Kompromissbereitschaft.

publiziert am 22.6.2022
image

"Störungen wie letzte Woche wollen wir nie mehr sehen"

Jede Panne löst Turbulenzen und Unsicherheiten aus, sagte Bundesrätin Sommaruga an einem Telco-Anlass. Ihr Departement will nächstens Bestimmungen zur Netzstabilität vorschlagen.

publiziert am 21.6.2022 1
image

Aggressive Rabatte der "Grossen" belasten GGA Maur

Die Genossenschaft erwirtschaftete 2021 mehr Gewinn. Tiefe Preise der grossen Telcos führten aber zu Umsatzein­bussen.

publiziert am 9.6.2022