iWay übertrifft die Erwartungen und wächst zweistellig

7. April 2021, 12:19
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Der Zürcher Internet-Provider profitiert stark von Trends wie Homeoffice, gibt sich für die Zukunft aber etwas zurückhaltender.

2020 standen für iWay zwei wichtige Ereignisse an: Geschäftsführer Matthias Oswald trat zurück, bleibt aber im Verwaltungsrat und gab sein Amt an Mitgründer Markus Vetterli ab. Zudem feierte iWay seinen 25. Geburtstag. Damit sei man fast schon "ein IT-Dinosaurier", sagte Vetterli an der Medienkonferenz zum Jahresbericht 2020. Das Jubiläum habe das Unternehmen leider wegen Corona nicht gebührend feiern können, man wolle das aber baldmöglichst nachholen.
Corona war auch ein Thema bei den Geschäftszahlen 2020, die iWay präsentierte. Als Internet-Provider habe man von Bedürfnissen wie Homeoffice, Homeschooling, Streaming-Konsum und der Nachfrage nach grösseren Bandbreiten profitiert, erklärte Vetterli. Der Umsatz wuchs von 30,5 auf 34,5 Millionen Franken, was einer Zunahme von 13% entspricht. Damit übertraf iWay die eigene Erwartung von 10%. Die Belegschaft wuchs von 48 auf 50 Mitarbeitende.
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Grafik: iWay
Die grössten Wachstumsraten verzeichneten die wichtigsten Geschäftsfelder des Unternehmens: Der Bereich Internet Access wuchs um 18,5% auf 19,8 Millionen Franken, was einem Anteil von 59% am Gesamtumsatz entspricht. iWay wolle die "beste Alternative zu den Grossen" bieten und komme den Kunden mit einer schweizweiten Anpassung der Geschwindigkeiten und Preise entgegen: "Wir erhöhen ab sofort die Bandbreiten bei den Produkten und senken Abo-Preise." Das Unternehmen wolle überall 4 bis 5 Bandbreiten mit verschiedenen Preisen anbieten.

Neue Angebote für Partner und Firmenkunden

Auch das Partnergeschäft legte zu. Hier wuchs der Umsatz um 4% auf 17,6 Millionen Franken. Dabei habe sich gerade der automatisierte Bestellprozess für Wiederverkäufer als gefragtes Geschäftsmodell erwiesen, wodurch Wholesale-Partner als Anbieter (Virtual ISP) auftreten können. "Dies hat vielen Partnern im Lockdown die Arbeit erleichtert", sagte Vetterli. Man wolle die Angebote für Partner auch weiterhin ausbauen.
Bei den Neuerungen im Angebot wurde auf zwei Projekte rund um Microsoft Teams hingewiesen. Hier sei die Nachfrage stark gewachsen. Mit zwei Lösungen hätten Unternehmenskunden ab sofort die Möglichkeit einer Telefonie-Anbindung an Teams. Für kleinere Unternehmen erfolgt die Verbindung über einen Session Border Controller, der von iWay gehostet wird, für grössere Unternehmen über VPBX.
Weitere neue Produkte für Firmenkunden betreffen Angebote für sekundenschnelle Erkennung von Unterbrüchen bei Fiber- oder DSL-Anschlüssen und automatischer Übernahme der Route durch eine sekundäre Leitung über 4G/LTE.

RZ-Kapazitäten sollten auch zukünftig reichen

Auf die Frage von inside-channels.ch, wie es bei den gestiegenen Kundenzahlen mit der RZ-Leistung von iWay aussehe, antwortete Vetterli: "Mit unseren RZ-Standorten in Zürich und Glattbrugg sowie den Kapazitäten im RZ Gais unserer Mutterfirma SAK sehen wir uns gut gewappnet." Man könne die Kapazitäten an diesen Standorten auch noch ausbauen. Auch der wachsenden Konkurrenz durch Hyperscaler sieht iWay gelassen entgegen: "Unsere Klientel braucht bevorzugt individuelle Lösungen." Neu sind alle drei RZs von iWay ISO 27001 zertifiziert.
Auf das laufende Geschäftsjahr schliesslich blickt iWay "positiv, aber etwas zurückhaltender". Das Unternehmen erwartet einen Zuwachs beim Umsatz für 2021 von 8%. Einerseits werde der Markt immer umkämpfter und der Preisdruck höher. Andererseits könne Corona auch noch negative Auswirkungen haben. "Wir hoffen es nicht, aber befürchten, dass einige Business-Kunden die Krise nicht überstehen werden", sagte Vetterli.

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