iWay "virtualisiert" den ISP

18. April 2018, 13:36
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Über ein neues Portal können iWay-Partner als ISP auftreten und Fibre- und DSL-Bestellungen aufsetzen und verwalten.

Über ein neues Portal können iWay-Partner als ISP auftreten und Fibre- und DSL-Bestellungen aufsetzen und verwalten.
Der Internet Service Provider (ISP) iWay konnte vergangenes Jahr den Umsatz um 34 Prozent auf 21,3 Millionen Franken steigern. "Ein schönes Wachstum, das wohl auch noch die nächsten zwei, drei Jahre so weiter gehen wird", sagte Geschäftsführer und iWay-Mitgründer Matthias Oswald im Rahmen eines Presseanlasses heute in Zürich. Für 2018 zeichne sich nach dem ersten Quartal wieder ein zweistelliges Umsatzplus ab.
Zum Wachstum betragen werde insbesondere auch das neu lancierte Produkt "Virtual ISP". Als Virtual ISP könne jede Firma für ihre Kunden automatisierte Fibre- und DSL-Bestellungen auf allen Stadtnetzen und dem Swisscom-Netz aufsetzen, verwalten oder kündigen. iWay-Wholesale-Partner seien damit in der Lage, ihren Kunden gegenüber unter eigenem Namen als ISP aufzutreten. iWay übernehme auf Wusch der Partner die Konfiguration der Kunden-Router, den Versand oder die Rechnungsstellung im Namen des Partners. Die Partner können die Bestellungen automatisiert über ein Portal abwickeln und das entsprechende Tool auf ihrer eigenen Website einbinden, führt das Unternehmen aus.
"Mit Virtual ISP kann ab sofort jede IT-Firma Internetanbieter werden", sagt Oswald, nur um das Marketing müssten sie sich selbst kümmern. Bald sollen auch sämtliche IP-Telefonie-Produkte über den Service verfügbar gemacht werden. Insbesondere für kleine Partner könnte das Angebot attraktiv sein.
2017 konnte iWay die EBITDA-Marge um 88 Prozent steigern. Man habe das Wachstum nicht mit mehr Mitarbeitenden abgefedert, sondern in die Digitalisierung von Geschäftsprozessen investiert, erklärt der iWay-Mitgründer.
Der Bereich Internet Access trug vergangenes Jahr 55 Prozent zum Umsatz bei und VoIP machte etwa zwölf Prozent des Umsatzes aus. Der Umstieg auf All-IP werde zu weiterem Wachstum beitragen. "Internettelefonie wird bei uns auch mittelfristig ein überdurchschnittliches Wachstumsfeld bleiben", glaubt Oswald. Einerseits sei die ISDN-Abstellwelle bei Swisscom noch nicht abgeschlossen, andererseits hätten sich viele Unternehmen noch nicht um die Thematik gekümmert. Bei vielen Firmen käme erst jetzt das Bewusstsein, dass es bei der Internettelefonie attraktive Alternativen geben.
Der ISP iWay wurde 1995 als Interway von Oswald und Marus Vetterli gegründet und zählt aktuell 40 Mitarbeitende. Vergangenen Herbst wurde das Unternehmen von den St.Gallisch-Apenzellischen Kraftwerken (SAK) übernommen. Zu diesem Zeitpunkt war iWay Mehrheitlich in Besitz von Oswald; Internet-Unternehmer Guido Honegger war mit zehn Prozent beteiligt. Über den neuen Mutterkonzern verspricht sich iWay neben Synergien auch Wachstum im DSL-Bereich. Ausserdem erhalte man durch das SAK-Rechenzentrum in Gais einen dritten Datacenter-Standort. Die Bereiche Hosting-Services und Application Hosting machten vergangenes Jahr 13 Prozent der iWay-Einnahmen aus. (Katharina Jochum)

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