Jahre alte Software-Probleme bei ZVV-Automaten dauern an

8. Dezember 2010 um 15:27
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"Komplexe Infrastruktur", sagt der ZVV-Projektleiter.

"Komplexe Infrastruktur", sagt der ZVV-Projektleiter.
Die bereits für Anfang 2008 geplante Einführung neuer Billett-Automaten für den Zürcher Verkehrsverbund ZVV kommt nach wie vor nicht vom Fleck. Jetzt soll die Einführung der neuen rund 1100 Automaten und der rund 500 Bus-Automaten erst Ende 2012 komplett abgeschlossen sein. Die Frage wird dann sein, wie aktuell eine dann weit mehr als vier Jahre alte Software überhaupt noch sein kann.
Die erste Verzögerung war eingetreten, weil die von der Berner Firma ACS Solutions (die heute zu Xerox gehört) gelieferte Software offensichtlich zu wenig getestet worden war. Damals war es unter anderem bei den Tarifanpassungen im System zu Problemen gekommen.
Seit 2008 wird nun schon eine belastbare Lösung gesucht, wie ZVV-Projektleiter Lorenzo Martinoni gegenüber inside-it.ch erläutert, doch "im Grunde bestehen noch immer die gleichen Probleme wie damals." Martinoni verweist dazu allerdings auf die Komplexität der Infrastruktur. Die Auslieferung der Software ist nun für Herbst 2011 anvisiert, wie die 'sda' heute schreibt. Allerdings, so Martinoni zu inside-it.ch, werde bis zur Umstellung aller Automaten noch einmal ein Jahr ins Land gehen, weil beispielsweise sukzessive alle Busse des ZVV für den Umbau etwa einen Tag in der Werkstatt bleiben müssten.
Der Projektleiter betont allerdings, dass man weiterhin an der Lösung von ACS festhalten werde. Es seien in den letzten zwei Jahren erhebliche Fortschritte erzielt worden, auch wenn nun besonders noch die Anbindung der Software an die Hintergrundsysteme Probleme bereite. Derzeit habe man noch nicht den gewünschten Automatisierungsgrad erreicht, um ohne manuelle Eingriffe den Ticketverkauf über die Automaten abwickeln zu können.
Zu allfällige Strafzahlungen der ACS an den ZVV verwies Martinoni auf vertragliche Regelungen, über die man Stillschweigen vereinbart habe. Bis zum Redaktionsschluss, war bei ACS in Bern keine Stellungnahme zu dem Debakel zu bekommen. (vri)

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