Jakarta EE fokussiert auf Cloud-Native Zukunft

24. April 2018, 15:21
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Java EE ist in einem gewissen Sinne Vergangenheit, nun kommt Jakarta EE.

Java EE ist in einem gewissen Sinne Vergangenheit, nun kommt Jakarta EE. In einer Mitteilung gab heute die nun zuständige Eclipse Foundation bekannt, was kommt und was kommen soll: Ein neues Open-Source-Governance-Modell, plus Microservices, plus ein "Cloud-Native Java" nämlich.
Zuerst zur Governance: Die Weiterentwicklung soll von der Community getrieben bleiben, am Java Community Process (JCP) wird festgehalten. Doch soll die Community definitiv anbieterneutral sein. Bereits Mitglieder der verantwortlichen Jakarta EE Working Group sind laut Mitteilung Fujitsu, IBM, Microsoft, Oracle, Payara, Red Hat, SAP und Tomitribe.
Und man wolle bestehende Hürden abbauen. Details zur Jakarta EE Working Group wurden schon im Februar in einer Charta festgehalten. Spezifikationen, um Jakarta EE zu ändern oder zu erweitern, können demzufolge von allen eingebracht werden und es wird in der Community darüber entschieden.
Gleichzeitig will Eclipse allen aufzeigen, wohin die Reise geht. Basis der Strategie ist eine Umfrage, an welcher sich über 1800 Java-Entwickler beteiligt haben. Und was erwarten diese?
Bessere Unterstützung von Microservices, native Kubernetes-und Docker-Integration und generell mehr Tempo bei Innovationen, so die Antwort der Community. Damit rückt Cloud Native Java ins Zentrum von Jakarta EE. Die Arbeitsgruppe will den Wünschen folgen und Tempo machen. Neuerungen wie Eclipse MicroProfile sollen einfliessen. "Angesichts der breiten Akzeptanz von Java im Unternehmen kann Jakarta EE es Millionen von Entwicklern ermöglichen, native Cloud-Anwendungen zu entwickeln und bereitzustellen", lässt sich Chris Aniszczyk, Chief Technology Officer der Cloud Native Computing Foundation, zitieren.
Einen Fahrplan gibt es noch nicht, aber man verspricht zwei neue Versionen für 2018. Mit Spezifikationen oder Code-Änderungen wird in absehbarer Zeit gerechnet. (mag)

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