Java APIs nun doch urheberrechtlich geschützt

12. Mai 2014, 10:23
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Ein US-Berufungsgericht stösst im Streit zwischen Google und Oracle ältere Entscheide um. Nun sollen die Programmierschnittstellen (APIs) für die Open-Source-Sprache Java doch urheberrechtlich geschützt sein. Folgen noch unklar.

Ein US-Berufungsgericht stösst im Streit zwischen Google und Oracle ältere Entscheide um. Nun sollen die Programmierschnittstellen (APIs) für die Open-Source-Sprache Java doch urheberrechtlich geschützt sein. Folgen noch unklar.
Ein US-Berufungsgericht hat einen wichtigen Grundsatzentscheid getroffen: APIs (Programmierschnittstellen) sind urheberrechtlich geschützt, auch wenn sie für Open-Source-Software entwickelt worden sind. Konkret geht es um den Streit zwischen Google und Oracle um die Verwendung von APIs für die Programmiersprache Java in Googles Betriebssystem Android. Vor zwei Jahren hat ein kalifornisches Geschworenengericht entschieden, die Verwendung der Java APIs durch Google sei durch die "fair use"-Regeln im US-Urheberrecht geschützt. Später hat der vorsitzende Berufsrichter dann sogar festgelegt, die umstrittenen APIs für Java seien nicht urheberrechtlich geschützt.
Oracle hat den Entscheid vor ein Appellationsgericht weitergezogen und wurde dabei von IT-Grössen wie Microsoft, EMC und NetApp unterstützt. Das Appellationsgericht hat Oracle nun recht gegeben und klar deklariert, dass APIs unter das Urheberrecht fallen.
Google kann den Fall nun noch an das höchste Gericht der USA weiterziehen, hätte mit diesem Unterfangen aber wenig Chancen, wie Beobachter glauben. Der Fall geht nun zurück nach Kalifornien an ein Bezirksgericht. Dieses wird erneut entscheiden müssen, ob Google an Oracle Schadenersatz bezahlen muss.
Umstritten sind (natürlich) die Auswirkungen, die der Entscheid auf die Software-Industrie haben wird. Oracles Chefanwalt Dorian Daley liess verlauten, der Entscheid sei nicht nur ein Erfolg für seine Firma, sondern auch für die ganze Software-Industrie, die den Schutz der Urheberrechte für Innovation benötige. Google seinerseits erklärte (natürlich), der Entscheid sei ein schädlicher Präzedenzfall für Computerwissenschaften und Software-Entwicklung. (hc)

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