"Jede Firma wird zur AI-Firma"

6. Mai 2020, 12:26
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An der virtuellen Ausgabe der Think-Konferenz präsentiert IBM Neuerungen rund um Hybrid Cloud, AI und 5G.

An der aktuellen Ausgabe der IBM-Hausmesse nehmen laut Unternehmen über 90'000 "Besucher" teil. An der virtuellen Konferenz Think Digital präsentierte das Management um CEO Arvind Krishna neue Services. Der Fokus lag bei Hybrid Cloud, AI und Edge Computing.
Nicht jede Firma könne sämtliche Applikationen und Workloads in eine Public Cloud verlagern, etwa aufgrund von rechtlichen Gegebenheiten oder Ansprüchen an die Latenzzeit. Die Zukunft sei hybrid, betonte IBM einmal mehr. Das Know-how um Hybrid Cloud von Red Hat war ein Mitgrund für die Übernahme des Open-Source-Spezialisten durch IBM. Da Red Hat nun zur IBM-Familie gehöre, sei es für das Unternehmen noch einfacher, die Entscheidung zu treffen, "noch mehr in Open Source zu investieren", sagte Jim Whitehurst, ehemaliger Red-Hat-CEO und neuer President von IBM.
So gab IBM auch die Erweiterung des Partnerprogramms um neue Bereiche bekannt. Diese sollen Partnern respektive deren Kunden bei ihren hybriden Multi-Cloud-Strategien unterstützen.

IT-Management braucht "Intelligenz", findet IBM

"Jede Firma wird zu einer AI-Firma", sagte CEO Krishna im Livestream, "und zwar nicht, weil sie kann, sondern weil sie muss." Ohne einen gewissen Grad an Automatisierung und Intelligenz liessen sich komplexe IT-Infrastrukturen kaum effizient managen. Für diesen Bereich lanciert IBM neue AI-Services.
IBM Watson AIOps basiere auf der neusten Version von Red Hat Openshift und sei somit auch für den Einsatz in hybriden Cloud-Umgebungen geeignet. Mit AIOps liesse sich die Identifikation, Diagnose und Reaktion auf IT-Anomalien automatisieren. Damit sollen Kosten gesenkt, ungeplante Downtime verhindert und die Widerstandsfähigkeit einer IT-Infrastruktur gestärkt werden, so IBM.
AIOps lasse sich mit Technologien wie Slack oder Box kombinieren und so in die Arbeitsabläufe integrieren. Der Service könne auch zusammen mit traditionellen IT-Überwachungslösungen wie Mattermost oder Servicenow betrieben werden.

Edge-Lösungen für das 5G-Zeitalter

Telcos, so glaubt "Big Blue" befinden sich am Übergang zu Edge-Computing und 5G. Mit einer Reihe neuer Services und Produkten wollen IBM und Red Hat diese Kunden bedienen. Dazu gehört unter anderem der Edge Application Manager, der sich zur Überwachung von Analyse- und IoT-Workloads eigne. Der IBM Edge Application Manager basiere auf dem Open-Source-Projekt Open Horizon und könne bis zu 10'000 Edge Nodes gleichzeitig verwalten.
Der neue IBM Telco Network Cloud Manager diene einer schnellen und automatisierten Orchestrierung von virtuellen und Container-Netzwerkfunktionen. Workloads können sowohl auf Red Hat Openshift als auch auf der Red Hat Openstack-Plattform verwaltet werden. Daneben startet IBM ein neues dediziertes IBM-Team speziell für Edge Computing und Telco-Clouds. Dieses soll Kunden beim Aufbau von 5G- und Edge-fähigen Lösungen unterstützen. 

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