Jeder dritte IT-Administrator schnüffelt

18. Juni 2009, 14:25
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74 Prozent der IT-Admins können bestehende Zugangsbeschränkungen umgehen. Sicherheitsvorkehrungen eklatant unzureichend.

74 Prozent der IT-Admins können bestehende Zugangsbeschränkungen umgehen. Sicherheitsvorkehrungen eklatant unzureichend.
35 Prozent der IT-Administratoren haben anlässlich einer Untersuchung der finnischen Sicherheitsfirma Cyber-Ark zugegeben, ihre Netzwerkprivilegien missbräuchlich zu nutzen. Ganze 74 Prozent der 400 Befragten bestätigen zudem, dass sie bestehende Zugangsbeschränkungen umgehen könnten. Gemäss der Studie, die zeitgleich in den USA und Grossbritannien durchgeführt wurde, schnüffeln IT-Admins am liebsten in Daten der Personalabteilung. Insbesondere Listen über geplante Kündigungen sowie Lohnlisten seien hier beliebt. Aber auch Kundendatenbanken oder Fusionspläne erwecken die Neugier der IT-Experten.
Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Zahlen teilweise dramatisch erhöht, was Cyber-Ark vor allem auf die Verschlechterung des Wirtschaftsklimas zurückführt. So ist die Zahl derjenigen unter den Überneugierigen, die unternehmenskritische Daten stehlen würden, beispielsweise bei M&A-Plänen (Merger & Aquisitions) von 7 auf 47 Prozent, bei Forschung und Entwicklung von 13 auf 46 Prozent und bei CEO-Passwörtern von 11 Prozent auf 46 Prozent gestiegen.
Zwar würden Unternehmen zunehmend die Bedeutung der Kontrolle von privilegierten Accounts erkennen, doch die getroffenen Massnahmen seien völlig unzureichend, heisst es weiter. So hätten 71 Prozent der Firmen zwar erklärt, dass administrative Accounts überwacht werden und 91 Prozent von ihnen hielten diese Sicherheitsmassnahmen auch für ausreichend. Dass 74 Prozent der befragten Admins jedoch angaben, die implementierten Überwachungsfunktionen auch umgehen zu können, zeige in "eklatanter Weise", dass die Sicherheitsvorkehrungen unzureichend sind. (bt)

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