Jedes vierte CE-Produkt wird online gekauft

6. Januar 2016, 13:00
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Der Heimelektroniksektor kann dem Einkauftourismus trotzen. Doch sinkende Preise dämpfen den Umsatz.

Der Heimelektroniksektor kann dem Einkauftourismus trotzen und auch der Onlinehandel wächst kontinuierlich. Doch sinkende Preise dämpfen den Umsatz.
Der Onlineumsatz der Schweizer Anbieter steigt kontinuierlich. Wahrend die Detailhandelsumsätze 2014 insgesamt um gerade einmal ein halbes Prozent stiegen, verbuchten Onlinehändler ein Plus von acht Prozent. Einer Credit-Suisse-Studie zufolge gaben die Schweizer 2014 insgesamt rund sieben Milliarden Franken im Internet aus. Davon flossen etwa fünf Milliarden an Schweizer Onlineanbieter und Versandhäuser und etwa 900 Millionen an ausländische Anbieter. Eine weitere Milliarde wurde in Tauschbörsen ausgegeben. Für 2015 wird ein weiterer Anstieg im Onlinehandel erwartet, während die Detailhandelsumsätze insgesamt um geschätzt 0,4 Prozent zurück sinken.
Eines von vier CE-Produkt wird online gekauft
Von den inländischen Onlineanbietern verzeichneten 2015 jene aus dem Segment Heimelektronik mit elf Prozent das stärkste Wachstum, wie es in der Studie "Retail Outlook 2016" der Bank weiter heisst.
Der Onlineanteil betrug 2015 bei der Heimelektronik 24 Prozent. Zum Vergleich: bei der Bekleidung waren es 16,6 und bei den Lebensmitteln 1,5 Prozent. Dies wirkt sich auch auf die Arbeitsstätten aus. Mit einem Minus von 3,5 Prozent verzeichnet der Sektor Heimelektronik vergangenes Jahr eine deutliche Beschäftigungsabnahme. Als Grund nennt die Grossbank neben dem gestiegenen Onlineanteil den anhaltenden Preisdruck.
Im Vergleich jedoch zu anderen Produkten konnte die Heimelektronik vergangenes Jahr insgesamt einen leichten Zuwachs der Nachfrage verzeichnen. Dem dürften der Studie zufolge verschiedene Trends wie Wearables oder Smart Home zugrunde liegen. Auch war der CE-Bereich aufgrund der mit den im Ländervergleich konkurrenzfähigen Preisen 2015 weniger stark vom Einkaufstourismus betroffen, als andere Bereiche.
Sinkende Preise dämpfen Umsatz
Im Vergleich zu anderen Non-Food-Segmenten sanken die Preise im Heimelektronikbereich am stärksten und zwar um 3,7 Prozent. 2014 waren Elektronikprodukte in den Nachbarländern gleich teuer oder sogar teurer als in der Schweiz, so die Studie. Durch die Frankenaufwertung 2015 änderte sich dies zunächst. Doch durch den deutlichen Preisnachlass hierzulande gewannen die Schweizer Elektronikanbieter wieder an Attraktivität. So entwickelte sich vergangenes Jahr die Nachfrage nach Elektronikprodukten insgesamt positiv mit einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber 2014. Gleichzeitig jedoch sanken die nominalen Umsätze um 2,3 Prozent.
Wie die Bank weiter schreibt, werden sich die Preise im laufenden Jahr etwas stabilisieren und der Preisrückgang dürfte 2016 weniger stark ausfallen als im vergangenen Jahr. Dadurch werden sich die nominalen Umsätze 2016 insgesamt stabilisieren. (kjo)
Bild Startseite: Smartwatch-Display an der CES 2016.

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