Jedi: Oberster Gerichtshof lässt Oracle abblitzen

4. Oktober 2021, 15:24
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Obwohl das Pentagon den 10 Milliarden schweren Vertrag mit Microsoft kündigte, wollte Oracle trotzdem in der Sache angehört werden. Das gelang nicht.

Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Anfechtung von Oracle im 10 Milliarden schweren Jedi-Cloud-Projekt abgelehnt. Oracle kämpfte gegen seinen Ausschluss von der Bewerbung um den lukrativen Public-Cloud-Auftrag.
Die Richter bestätigen laut 'Reuters' damit ein Urteil der Vorinstanz.  In diesem wurde festgestellt, dass Oracle nicht durch Fehler des Pentagons bei der Auftragsvergabe geschädigt wurde, da sich das Unternehmen von vornherein nicht für den Auftrag qualifiziert hätte.
Das US-Verteidigungsministerium vergab den grossen Cloud-Auftrag 2019 an Microsoft. Nach diversen Einsprachen und Gerichtsverfahren stornierte das Pentagon schliesslich das Riesen-Projekt im Juli 2021 und nahm den Zuschlag an Microsoft wieder zurück.  Auf Jedi folgte ein neues Multi-Milliarden-Cloudprojekt, für das aber mehrere Anbieter einbezogen werden sollen. Das Ministerium beabsichtige Angebote von Microsoft sowie von AWS einzuholen, hiess es im Sommer.
Die Ablehnung sei angesichts der Vertragsauflösung eine Formalität gewesen, schreibt 'Bloomberg'. Oracle wollte, dass die Richter den Fall trotzdem anhören. Das Unternehmen argumentierte laut 'Reuters', dass die bemängelten Punkte auch im neuen Vertrag auftreten könnten. 

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