Jetzt gibt es Richtlinien für IoT-Sicherheit

10. Oktober 2016, 12:40
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Die seit 2013 auch in der Schweiz präsente ins Zentrum der Aufmerksamkeit, bei dem 150'000 IP-Kameras und andere IoT-Geräte für ein Botnetz gekapert wurden.

Die seit 2013 auch in der Schweiz präsente ins Zentrum der Aufmerksamkeit, bei dem 150'000 IP-Kameras und andere IoT-Geräte für ein Botnetz gekapert wurden.
Die Geschwindigkeit bei der Entwicklung von IoT-Lösungen ist rasant. Auch die Einsatzmöglichkeit von IoT über verschiedene Branchen hinweg und die schier unendliche Zahl der verschiedenen Geräten hätten es erschwert, Richtlinien zu erarbeiten, schreibt die CSA. Das IoT müsse gegen eine grosse Anzahl von Angriffen und einen diversifizierten Pool von Angreifern geschützt werden.
Die nun von der CSA publizierten Richtlinien richten sich an Entwickler, denen zwar bewusst ist, dass ihre Lösungen einem gewissen Risiko ausgesetzt sind, die aber nicht genau wissen, wo sie ansetzen sollen, um dieses Risiko zu minimieren. "Man hört immer wieder, IoT-Produkte und -Systeme zu sichern, ist eine unüberwindbare Aufgabe", so Mitautor Brian Russel, ein auf IoT spezialisierter Ingenieur. Er erhofft sich, mit den neuen Richtlinien den Entwicklern und Unternehmen eine Strategie aufzuzeigen, mit der sie wenigstens die grössten Risiken abschwächen können. Swohl für Consumer- als auch für Unternehmenslösungen.
Auf dem Weg zu Standards
Der von der CSA publizierte gut 80-seitige Report enthält neben einer allgemeinen Diskussion zu den Herausforderungen und Risiken von IoT-Systemen auch die Resultate einer Umfrage, die von der CSA durchgeführt wurde. Hierzu wurden vor allem Startups zu ihren IoT-Entwicklungen befragt. Es habe sich etwa gezeigt, dass viele IoT-Geräte das gleiche Master-Passwort teilen, dass es keinen etablierten Firmware-Update-Prozess gibt oder, dass sich die Geldgeber weniger um Security als um die Funktionalität kümmern.
Ebenfalls Teil des Reports ist ein Überblick über die Security-Features, die auf verschiedenen IoT-Entwicklungsplattformen verfügbar sind sowie eine Kategorisierung von IoT-Produkttypen und deren Risiken. Insbesondere aber bietet die Cloud Security Alliance Richtlinien für den Design- und Produktionsprozess sowie eine Checkliste für Security-Ingenieure, der sie im Entwicklungsprozess folgen können. Dazu gehören etwa die Implementierung eines Update-Prozesses für Security-Software und -Firmware oder der Hinweis, ein sicheres Produkt-Interface mit Authentifizierung und Verschlüsselung zu schaffen.
Der vollständige Bericht "Future-proofing the Connecte World" kann auf der Website der CSA heruntergeladen werden. (kjo)

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