Joint Venture für OLED-Displays geplant

24. August 2011, 08:26
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Samsung Mobile Displays und Samsung SDI haben eine strategische Allianz mit dem US-Hersteller Universal Display Corp.

Samsung Mobile Displays und Samsung SDI haben eine strategische Allianz mit dem US-Hersteller Universal Display Corp. (UDC) bekannt gegeben. Geplant ist ein Gemeinschaftsunternehmen, um die Entwicklung der nächsten Generation von Displays zu beschleunigen. Gemeint ist die Aktivmatrix-Variante von organischen Leuchtdioden, kurz AMOLED genannt. Samsung ist führender Hersteller solcher Displays für mobile Geräte, wie etwas das eigene neue Smartphone-Flaggschiff Galaxy SII. Tatsächlich werden die meisten dieser Panels von Samsung Mobile Displays gefertigt, zuvor war es Samsung SDI, die Samsung-Tochter, die unter anderem für die Produktion von Plasma-Panels und Li-Ion-Akkuzellen zuständig ist.
Die Nasdaq-kotierte UDC aus Ewing in New Jersey hält eine Reihe von Patenten auf die in OLED-Panels verwendeten phosphoreszierenden Materialien. Diese sollen die Helligkeit und Energieeffizient der OLED-Displays deutlich steigern und dazu beitragen, dass diese einst LCD als wichtigste Technologie ablösen. So der lang gehegte Traum seit den frühen 1990ern, doch technische Probleme und der hohe Produktionsausschuss machen die Technologie für grosse Displays wie etwa Fernseher noch zu teuer, weshalb Smartphones und Digitalkameras immer noch mit grossem Abstand die wichtigsten Anwendungen für OLED-Screens sind.
Samsungs grösster Konkurrent, LG Display (LGD), hat zwar für die zweite Jahreshälfte 2012 schon 55 Zoll grosse TV-Panels auf OLED-Basis angekündigt, mit den geplanten Kapazitäten von anfangs 30'000 Stück im Monat dürfte aber kein Staat zu machen sein. Abgesehen davon wird erwartet, dass die entsprechenden Endgeräte sündhaft teuer sein werden, das grösste Hindernis auf dem Weg zu einem Massenmarkt für OLED-TVs in naher Zukunft.
Es gibt eine Reihe von Argumenten für OLED-Displays, so verbrauchen sie nicht nur weniger Strom als LCDs, sondern lassen sie sich, wie Epson vor Jahren schon demonstrierte, mit einem umgebauten Tintenstrahler ausdrucken und als extrem dünnes Material sogar biegsam in Kleiderstücke einnähen. Als alles überragend wird die klare Bildqualität und schnelle Reaktionszeit dargestellt. LGD-Chef Kwon Young-soo hat dem, zumindest was Samsungs AMOLED-Panels angeht, aber unlängst widersprochen und die eigenen AH-IPS-LCD-Panels (Advanced High Performance In-Plane Switching) als einzig wahre Smartphone-Display-Technologie in den Himmel gelobt. (kh)

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