JPMorgan: Auch hochvertrauliche Daten sollen in die Public Cloud

8. Mai 2019 um 10:09
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Schon Ende Juni soll es soweit sein. Vertrauliche Daten der Grossbank wandern zu AWS, Google oder Microsoft.

Schon Ende Juni soll es soweit sein. Vertrauliche Daten der Grossbank wandern zu AWS, Google, Microsoft und Co.
Lori Beer, seit rund einem Jahr als CIO für die IT von JPMorgan Chase verantwortlich, hat in einem Interview mit 'The Information' etwas angekündigt, was wohl erst wenige Banken in Betracht ziehen würden: Ab Ende Juni, damit rechne sie zumindest fest, werde die grösste Bank der USA auch hochvertrauliches Material in Public Clouds speichern.
Die Bank hat schon unter Beers Vorgänger Dana Deasy vor einiger Zeit begonnen, Services von Public-Cloud-Anbietern zu nutzen. Gegenwärtig verfolge man eine Hybrid-Cloud-Strategie, so Beer. Man benutze einen Private Cloud sowie die Services von drei Public-Cloud-Providern.
Nun treibt sie diese Strategie aber weiter. Der Schritt, jetzt auch sensible Daten in Public Clouds auszulagern, werde insbesondere durch zwei Dinge ermöglicht. Einerseits habe man das IT-Team umgebaut und viele Leute mit Erfahrung beim Bau von Applikationen für AWS, Google Cloud, Azure, Salesforce und anderen Cloud-Providern eingestellt.
Und zweitens habe man das eigene Cloud-Security-Team massiv aufgestockt. In Seattle arbeite nun ein rund 50 Köpfe im Bereich Cloud-Security für JPMorgan Chase. In einem Modell der "geteilten Verantwortlichkeiten", so Beer, seien die Provider dafür verantwortlich, ihre Services vor Angriffen zu schützen. Und deren Kunden seien ihrerseits dafür verantwortlich, ihre Applikationen zu schützen. "Wir haben uns so sehr auf unseren Teil der Verantwortung konzentriert, dass wir nun zuversichtlich sagen können, dass ab Ende Juni aus Sicht von JPMorgan Chase auch hoch vertrauliche Daten in Public Clouds gehen können."
Zur Vorgehensweise erklärte Beer, dass man zuerst versucht habe, alles mit AWS "richtig hinzukriegen". Nun wende man die gewonnenen Erkenntnisse aber auch auf die anderen Provider an, inklusive Microsoft und Google. Letztendlich sei es das Ziel, dass die Ingenieure frei entscheiden können, wo der beste Platz für Applikationen oder Daten sei. (Hans Jörg Maron)

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