Julius Bär investiert in Fintech Nectar Financial

11. Juli 2017, 10:00
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Julius Bär beteiligt sich an Nectar Financial, meldet das Fintech.

Julius Bär beteiligt sich an Nectar Financial, meldet das Fintech. Es handle sich um eine Minderheitsbeteiligung, finanzielle Details werden keine genannt.
"Unsere starke Investorenschaft und unsere Finanzkraft tragen dazu bei, dass wir in Innovation und Wachstum investieren können", lässt sich Michael Appenzeller, Mitgründer und CEO von Nectar Financial, in der Mitteilung zitieren.
Julius Bär selbst äussert sich nicht zu den Gründen der Beteiligung, aber da die Bank gerade dabei ist, Temenos als Kernbanken-System einzuführen, dürfte der Schritt als ein Puzzle-Teil der Digitalisierungsstrategie betrachtet werden.
Mehr als 60 Mitarbeiter hat das Fintech Nectar Financial inzwischen und ist damit rein personell eines der grössten Fintech-Startups in der Schweiz. Die Business-Idee: Mit Dienstleistungen und einer IT-Plattform alle operativen Aufgaben für Wealth Manager, Family Offices und Asset Manager übernehmen.
Man habe rund 30 Kunden für die eigene Wealth- und Asset-Management-Plattform, darunter Family Offices, externe Vermögensverwalter, Asset-Manager und Banken, so die Schwyzer in der Mitteilung.
Die Website erläutert: "Die Operational Outsourcing Plattform von Nectar bedient und konsolidiert bereits mehr als 30 Milliarden Franken an Kundenassets in Form von konventionellen, alternativen und illiquiden Anlagen."
Eine kürzlich gelaunchte Wealth-Management-Lösung ermöglicht es laut dem Startup, fragmentierte und komplexe IT-Systeme durch eine integrierte Lösung zu ersetzen. Diese soll das Kunden- wie das Portfoliomanagement vereinfachen und gleichzeitig regulatorische Vorgaben einhalten. Mit Künstlicher Intelligenz und Machine Learning wolle man eine vollständig digitalisierte Asset-Allokation für Wealth- und Asset-Manager launchen. Die Entwicklung läuft aktuell.
Zudem stecken Standorte in Honkong und New York in der Gründungsphase. Gegründet wurde das Fintech-Unternehmen schon 2010 als Outsourcing-Spezialist, trat aber bis September 2016 unter dem Namen Etops auf. (mag)

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