Juniper unter Korruptionsverdacht

12. August 2013, 11:49
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Der Hersteller von Netzwerkgeräten Juniper steht unter Korruptionsverdacht.

Der Hersteller von Netzwerkgeräten Juniper steht unter Korruptionsverdacht. Dies geht aus einer Börsenpflichtmitteilung vom Donnerstag hervor. Das Department of Justice und die Börsenaufsicht SEC untersuchen, ob Juniper gegen den US Foreign Corrupt Practices Act verstossen haben könnte.
Juniper schreibt in einer Stellungnahme, man werde mit den Behörden kooperieren und sei nicht in der Lage vorauszusagen, wie lange das Verfahren dauern und welche Konsequenzen es haben könnte. Erst Ende Juli gab Juniper den Weggang des CEO Kevin Johnson bekannt.
Die Hintergründe der Untersuchung bleiben derweil unklar. Das Antikorruptionsgesetz verbietet es Firmen, ausländische Regierungen zu bezahlen, um dadurch Aufträge zu erhalten. Fakt ist, dass Juniper mehr als die Hälfte des Umsatzes ausserhalb der USA erwirtschaftet. Zu den grössten Kunden gehören China Mobile, Hongkongs VST Holdings und die Deutsche Telekom.
Juniper ist nicht der erste IT-Riese, der unter Berufung auf dieses Gesetz unter die Lupe genommen wird. IBM, Siemens, Oracle, HP und viele andere traf es bereits. (mim)

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