Kahlschlag bei Unify

2. Juni 2014, 15:17
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Ex Siemens Enterprise Communications streicht fast die Hälfte aller Stellen.

Ex Siemens Enterprise Communications streicht fast die Hälfte aller Stellen.
Unify existiert als Firmenmarke erst seit Herbst 2013, doch nun sorgt der Telefoniespezialist bereits für negative Schlagzeilen. Das früher unter dem Namen Siemens Enterprise Communications (SEN) bekannte Unternehmen streicht weltweit 3800 von 7700 Stellen. Dabei entfielen 50 Prozent des Stellenabbaus auf Zentraleuropa, teilte das Unternehmen heute mit.
Ziel sei es, die Unternehmensorganisation zu "verschlanken" und sich "dem im Wandel begriffenen Unified-Communications-Markt anzupassen". Man wolle künftig den Fokus auf Innovation von Software-Entwicklung, Integration und Managed Services legen.
"Der Markt verändert sich heute schnell und die Ansprüche, die die nächsten Generationen von Anwendern bei unseren Kunden anmelden, verändern sich ebenfalls rasant", so Unify-CEO Dean Douglas. "Unify muss sich wandeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben, deshalb unternehmen wir diese notwendigen und sehr schwierigen Schritte", wird er zitiert.
Unify befindet sich weiterhin im Besitz von Siemens und Gores. Beide Muttergesellschaften versuchen laut Medienberichten seit Jahren auszusteigen. Ob und wenn ja wie viele Stellen in der Schweiz abgebaut werden, ist noch nicht klar. (mim)

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