Kampf um offene Dokumentenstandards kostet CIO den Job

6. Januar 2006, 17:26
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Wir haben an dieser Stelle bereits mehrmals über die Bestrebungen des US Bundesstaates Massachusetts berichtet, ab 1.1.2007 nur noch Büro-Software einzusetzen, die Dokumente im "Open Document"-Format schreiben und lesen kann. Konkret bedeutet dies, dass der kleine Bundesstaat Microsoft Office rauswerfen will.
Diesen Montag nun hat Peter Quinn, CIO von Massachuchetts und Verfechter von offenen Dokumenten-Standards wie OASIS, seinen Rücktritt erklärt. Quinn begründete seinen Rücktritt damit, dass er nicht mehr weiter so stark in der Öffentlichkeit stehen wolle. Immerhin hatte die Zeitung 'Boston Globe' auf der Titelseite über einen angeblichen Missbrauch von Spesengeldern von Quinn berichtet.
Heute gab Massachusetts nun den Nachfolger von Quinn bekannt. Bethann Pepoli heisst der Mann, der sich auf den sehr heissen Stuhl setzt. Pepoli war bisher 'Chief Operating Officer' im IT-Departement des Bundesstaates. Die Ersetzung der Desktop-Software durch ein Produkt, das Dokumente im OpenDocument-Format schreiben kann, sei "on track", liess sich am Dienstag ein Sprecher des Gouverneurs zitieren.
Hinter dem Rücktritt von Quinn steht ein Kampf um Abermilliarden Dollars. Schliesslich geht es schlicht um die Zukunft von Microsoft Office. Die Desktop-Suite spielt einen rechten Teil der gigantischen Gewinne von Microsoft ein. (hc)

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