"Kanadischer Warren Buffett" will Blackberry kaufen

24. September 2013, 06:12
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Neue Hoffnung für den angeschlagenen Smartphone-Pionier Blackberry: Der Konzern hat einen Kaufinteressenten gefunden.

Neue Hoffnung für den angeschlagenen Smartphone-Pionier Blackberry: Der Konzern hat einen Kaufinteressenten gefunden.
Das kanadische Investmentunternehmen Fairfax Financial würde Blackberry gerne in einem 4,7 Milliarden Dollar schweren Geschäft schlucken. Treibende Kraft hinter der gestern Abend verkündeten Übernahmeofferte ist Prem Watsa, Chef von Fairfax Financial. Der Manager mit indischen Wurzeln wird auch der "kanadische Warren Buffett" genannt nach dem US-Starinvestor mit dem scheinbar untrüglichen Sinn fürs Geldverdienen. Fairfax Financial besitzt bereits 10 Prozent an Blackberry.Die Übernahme ist jedoch noch lange nicht in trockenen Tüchern. Zunächst will die Finanzfirma die Bücher von Blackberry studieren, wofür sie sich sechs Wochen Zeit ausgebeten hat.
Bis zum Abschluss einer Übernahme kann auch noch ein alternativer Käufer auftauchen. Zunächst unterzeichneten beide Seiten nur eine Absichtserklärung. Der Kurs von Blackberry ging nach der Bekanntgabe hoch. Blackberry leidet unter der Konkurrenz durch Apples iPhone und den Android-Handys etwa von Samsung. Die eigenen Smartphones verkaufen sich dagegen trotz neuen Betriebssystems Blackberry 10, mit dem BackBerry nach Jahren das Dogma "nur eine Tastatur bringt" doch noch aufgab und versuchte, auf den reinen "Touch"-Zug aufzuspringen, nur schleppend.
Das kanadische Unternehmen erwartet einen Verlust von fast 1 Milliarde Dollar im letzten Quartal und streicht weitere 4500 Jobs - das sind rund 40 Prozent der Belegschaft. Blackberry hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, die Möglichkeit eines Verkaufs auszuloten. "Wir sind der Überzeugung, dass diese Transaktion ein aufregendes neues Kapitel in privatem Besitz eröffnen kann", erklärte Watsa.
Der Fairfax-Chef will die Smartphone-Firma nach dem Kauf von der Börse nehmen, was ihm mehr Freiheiten bei einem möglichen Umbau eröffnen würde. Blackberry würde damit dem Vorbild des PC-Herstellers Dell folgen, der momentan von seinem Gründer zurückgekauft wird. (hjm/sda)

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