Kanton Bern: Steuersoftware kostet 10 Millionen Franken pro Jahr

9. Januar 2013, 12:56
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Freihändig vergebene Aufträge an die ursprünglichen Anbieter der Software.

Freihändig vergebene Aufträge an die ursprünglichen Anbieter der Software.
Die Steuerverwaltung des Kantons Bern hat am 27. Dezember einen Zuschlag für Wartung und Support der "NESKO"-Applikationen der Steuerverwaltung im Jahr 2013 vergeben. (NESKO = "Neues Steuerkonzept".) Die Dienstleistungsaufträge haben einen Gesamtwert von 10,3 Millionen Franken und wurden in einem freihändigen Verfahren an die ursprünglichen Anbieterinnen und Anbieter der Software vergeben, alles IT-Dienstleister aus dem Kanton Bern. Die beiden grössten Auftragnehmer sind Bedag (4,8 Millionen Franken) und DV Bern (4,7 Millionen Franken). Kleinere Aufträge gingen an Garaio (0,3 Millionen Franken) und Inova Solutions (0,5 Millionen Franken).
Damit ist die Wartung und der Support der NESKO-Applikationen dieses Jahr etwas billiger, als in den Vorjahren. 2012 betrug der Gesamtwert der ensprechehden Aufträge 11,5 Millionen Franken, im Jahr davor 11,6 Millionen Franken. Die Aufträge gingen jeweils an die gleichen vier Firmen.
Die Steuerverwaltung begründet die freihändige Vergabe unter anderem mit der Komplexität der Applikationen. Die Veranlagungsanwendungen der Steuerverwaltung seien eng miteinander und mit ihren Umsystemen verknüpft. Die Anbieterinnen und Anbieter würden aufeinander eingespielte, vielfältige Dienstleistungen zur Produktionsunterstützung erbringen, die eine eingehende Kenntnis der Anwendungen und deren Anpassung voraussetzen. Ein Auseinanderfallen von Betriebs- und Entwicklungsverantwortung für einzelne Teile würde dagegen ein hohes Risiko bergen, das aufgrund des grossen öffentlichen Interesses an einer reibungslosen Verarbeitung nicht hinnehmbar wäre.
Der Unterhalt von Steuersoftwareapplikationen scheint also nicht gerade billig. Aber schliesslich soll damit auch ziemlich viel Geld möglichst effizient hereingeholt werden: Der Steuerertrag des Kantons Bern wird dieses Jahr laut dem neusten Voranschlag knapp 5 Milliarden Franken betragen. (Hans Jörg Maron)

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