Kanton Glarus plant neues Rechenzentrum

24. Dezember 2013, 09:27
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In einem alten unterirdischen Notspital sollen dereinst Server stehen.

In einem alten unterirdischen Notspital sollen dereinst Server stehen.
Im Kanton Glarus soll ein zentrales Rechenzentrum entstehen. Dies berichtet heute die 'Südostschweiz'. Der Regierungsrat plant das RZ in der sogenannten geschützten Operationsstelle (Gops) beim Kantonsspital Glarus. Die Regierung beantrage dem Landrat dafür einen Kredit von 955'000 Franken. Die Räume stellt das Kantonsspital gratis zur Verfügung. Im nächsten Jahr sollen die Räume umgebaut und mit der nötigen Gebäudetechnik ausgestattet werden.
Die Regierung glaubt, dass die Sicherheit der kantonalen Informatik im alten unterirdischen Notspital unter dem heutigen Spitalgarten wesentlich verbessert werden kann. Darauf aufmerksam gemacht hatte sie freilich die Finanzkontrolle, welche die Regierung aufgefordert hatte, die Sicherheit zu überprüfen. Heute seien die Server schlecht geschützt und ungenügend gekühlt. Die Kantons-Server stehen heute an acht verschiedenen Standorten. 100 Server allein vom Kanton sollen bis 2016 an den neuen Standort gezügelt werden. Darüber hinaus können die Kantonsschule und das Kantonsspital das neue Zentrum nutzen.
Man habe vier Varianten für ein neues Rechenzentrum geprüft. Der Standort in der Gops sei der vorteilhafteste, schreibt die 'Südostschweiz'. Hier könnten die Anforderungen für mindestens 20 Jahre abgedeckt werden, glauben die Verantwortlichen. Die Gops soll aber nicht nur für Server genutzt werden. Denn der südliche Teil des Bunkers soll zu einer unterirdischen Parkgarage werden. Diese will das Kantonsspital in den Jahren 2014 bis 2016 selbständig realisieren und dann auch betreiben. Die heutige Anlage soll abgebrochen und dann neu gebaut werden. Wird dieses Parkhausprojekt nicht realisiert, so müsste der südliche Teil der Gops zurückgebaut und stillgelegt werden, so die 'Südostschweiz'. (mim)

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