Kanton Luzern will sparen – auch mit Digitalisierung

23. Juni 2017, 14:44
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In der Verwaltung des Kantons Luzern soll Geld eingespart werden.

In der Verwaltung des Kantons Luzern soll Geld eingespart werden. Die Sach- und Betriebsaufwände sollen um fünf Prozent oder rund 40 Millionen Franken zurückgefahren werden. Dazu hat der Regierungsrat 119 Massnahmen zur Umsetzung freigegeben, wie er heute mitteilt. Beim Massnahmenpaket geht es um die "Organisationsentwicklung 2017", mit der gemäss Mitteilung die Kosten der öffentlichen Aufgaben tief gehalten werden, die Effizienz weiter gesteigert und der Kundennutzen optimiert werden sollen.
Die angestrebten Entlastungen könnten 2018 erreicht werden. Einige der Massnahmen seien aber auch mit Risiken behaftet und viele würden Anfangsinvestitionen benötigen, teilt die Staatskanzlei weiter mit.
Die 119 Massnahmen sind in drei Gruppen unterteilt. Massnahmen der Klasse A seien "politisch bedeutende Massnahmen". Als B-Massnahmen bezeichnet werden solche, die verwaltungsübergreifend sind, als C-Massnahmen diejenigen, die innerhalb eines der fünf Departemente umgesetzt werden.
Prozesse digitalisieren
Ein Teil der Sparmassnahmen läuft unter der Stossrichtung "Digitaler Kanton Luzern". Es sollen 1,17 Milliarden Franken in die Bereitstellung einer E-Government-Basisinfrastruktur investiert werden. Davon erhofft sich der Kanton dann eine Ersparnis in Höhe von 1,5 Milliarden Franken.
Unter den B-Massnahmen listet der Regierungsrat eine ganze Reihe von Digitalisierungsprojekten, die die Effizienz steigern sollen. Geld eingespart werden soll laut Mitteilung mit der Einführung Internet-Telefonie (UCC), mit der Digitalisierung des Postverkehrs und mit der Einführung einer IT-unterstützer Arbeitszeugniserstellung (Zeugnis Generator). Auch die Digitalisierung des Geschäftsverkehrs im Kantonsrat soll das Budget entlasten. Unter den C-Massnahmen werden neben der Volldigitalisierung der amtlichen Publikationen auch die Einführung des elektronischen Patientendossiers und das digitale Budget- und Ausgabencontroling gelistet.
Die weiteren Stossrichtungen betreffen die Bereiche: Museen, Bildung, Instrumentalunterricht, Asyl, Sozialversicherungen, Polizei, Registerwesen und Verwaltung. (kjo)

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