Kanton Solothurn hadert weiterhin mit Linux

6. Juli 2009, 10:10
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Erneut kritischer Bericht über den Open-Source-Pionierkanton Solothurn erschienen.

Erneut kritischer Bericht über den Open-Source-Pionierkanton Solothurn erschienen.
Das Konkurrenzblatt 'Solothurner Zeitung' berichtete nun am Samstag ebenfalls prominent über dieses Thema (Front-Titel: "Pinguin stinkt am Kopf zuerst"). In dem auch über 'a-z.ch' zugänglichen Artikel ist die Rede von einem "Irrflug weg vom Fenster". Darin beschrieben werden die Linux-Erfahrungen einzelner Departemente und einige interessante Aspekte, etwa jener, dass der Informatik-Chef Kurt Bader nicht mehr über diesen Fall sprechen darf, oder dass kein Regierungsmitglied mit Linux arbeitet – wesentliche Neuigkeiten gibt es aber keine.
Fakt ist, dass in Solothurn seit der Einführung von Open-Source-Software vor acht Jahren nicht alles reibungslos läuft. Die Kritik am Open-Source-Pionierkanton ist nicht neu, sie wird nur neu aufgerollt. Davon zeugen zahlreiche Kommentare zu den in den vergangenen Wochen erschienenen Artikeln oder auch "Gästebuch-Einträge" auf der vor einigen Monaten von verärgerten kantonalen Mitarbeitenden aufgeschalteten Website http://linuxwindows.npage.ch.
Kommentar inside-it.ch
Von aussen betrachtet gewinnt man den Eindruck, dass in Solothurn sowohl systembedingte Probleme als auch eine gewisse Abwehrhaltung gegen Neues eine Rolle spielen.
Ob der Bericht der Finanzkontrolle etwas an der zum Teil unbefriedigenden Situation ändern wird, ist fraglich. Immerhin dürfte er durch die zu erwartende Publizität dazu beitragen, dass im Allgemeinen das Thema "Software in der öffentlichen Verwaltung" vermehrt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. (Maurizio Minetti)

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