Kanton Zürich holt externe Hilfe für Ausbau der ZHservices

5. März 2021, 15:30
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Der Kanton hat mehrere Partner für die Erneuerung und Erweiterung der E-Gov-Plattform beauftragt.

In einem offenen Verfahren hat der Kanton Zürich mehrere Partner für die Erneuerung und den Ausbau der ZHservices gesucht. Die E-Gov-Plattform ist seit 2009 in Betrieb und ermöglicht beispielsweise, eine Steuererklärung oder ein Gesuch zur Verschiebung des Militärdienstes einzureichen. Seit 2009 sei die Plattform erweitert und punktuell technisch weiterentwickelt worden, geht aus der Ausschreibung hervor. Aber die Erwartungen der Bürger sowie der Verwaltung an die Online-Services seien gestiegen. Es zeichne sich ab, dass die Plattform aus technischen Gründen umfassend erneuert werden müsse, heisst es weiter. 
Das Vorhaben "Erneuerung ZHservices" wurde vergangenes Frühjahr in das Impulsprogramm 2020 des Kantons aufgenommen. In einem Vorprojekt sei die Zielarchitektur für die Erneuerung festgelegt worden. Nun wurden die Lieferanten bestimmt, um die neue Plattform und weitere Services zu realisieren.
In zwei Losen und mehreren Optionen wurden die Entwicklung der Basisdienste und -Services sowie Projektmanagement ausgeschrieben. Los 1 umfasst eine Message-oriented-Middleware (MOM) sowie Basisservices. Bei Letzteren handelt es sich um Funktionalitäten, die später durch Anwendungen mehrfach wiederverwendet werden können, beispielsweise ein Ablagedienst oder Vollmachten. Zuschläge in Form von Rahmenverträgen wurden an Ti&m, Elca und Emineo erteilt. Die offerierten Stundensätze lagen laut Simap-Publikation zwischen 102 und 194 Franken. Insgesamt wird mit einem Kostenrahmen von ungefähr 7 Millionen Franken für die nächsten 5 Jahre gerechnet.
Aktuell sind laut Kanton rund 30 Anwendungen auf ZHservices realisiert. Diese müssen in den nächsten Jahren auf die neue Plattform migriert oder neu aufgebaut werden. Ausserdem sollen zusätzliche Anwendungen realisiert werden. Dafür suchte der Kanton im Los 2 Anbieter. Mit vier Firmen wurde ein Rahmenvertrag geschlossen. Elca, Ti&m Deimos und Xappido konnten sich die Zuschläge sichern. Die offerierten Stundensätze betragen 135 bis 194 Franken. Als Pilotanwendung wird die E-Einbürgerung genannt, die auf den neuen Basisservices basieren soll. 

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