Kanton Zürich pausiert E-Voting

6. Dezember 2010, 13:12
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Statistisches Amt des Kantons Zürich befürchtet Software-Probleme.

Statistisches Amt des Kantons Zürich befürchtet Software-Probleme.
Der Kanton Zürich schränkt die elektronische Stimmabgabe im kommenden Jahr ein. So können Bürgerinnen und Bürger von E-Voting-berechtigten Gemeinden nicht elektronisch an den Kantons- und Regierungsratswahlen und den ebenfalls stattfindenden National- und Regierungsratswahlen teilnehmen, wie Giampiero Beroggi, Chef des Statistischen Amtes des Kantons Zürich und gleichzeitig Wahlleiter, auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'SDA' einen Artikel der 'NZZ am Sonntag' bestätigt. An anderen Abstimmungssonntagen sei E-Voting jedoch ohne Probleme möglich.
Man wolle mit dem Entscheid "allfällige Probleme" vermeiden, so Beroggi, denn mit der Wahlsoftware habe es nämlich bereits vor vier und acht Jahren Probleme gegeben. Wie Beroggi weiter ausführt, habe das E-Voting die Erwartungen bisher nicht erfüllt. So habe sich weder die Stimmbeteiligung erhöht, noch nähmen mehr Junge an den Wahlen und Abstimmungen teil.
Das Statistische Amt wird Ende nächsten Jahres einen Schlussbericht zur E-Voting-Versuchsphase 2008-2011 zuhanden des Regierungsrats erstellen. Aufgrund des Berichts und der Vorgaben aus Bundesbern werde dann entschieden, in welcher Form und welchem Umfang E-Voting im Kanton Zürich in Zukunft möglich sein wird. (bt)

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