Kantonsspital BL erleidet mehrstündigen IT-Totalausfall

27. September 2019, 11:26
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Der Ausfall einer Netzwerk­komponente legte die ganze Informatik, ausser den behandlungskritischen Systemen, lahm.

Der Ausfall einer Netzwerk­komponente legte die ganze Informatik, ausser den behandlungskritischen Systemen, lahm.
Das Kantonsspital Baselland (KSBL) hat am frühen Freitagmorgen einen mehrstündigen Totalausfall seiner Informatik erlebt. Ab 7.15 Uhr war das System mehrheitlich wieder in Betrieb, und gegen 8 Uhr lief mehrheitlich wieder der Normalbetrieb. Patienten seien nicht in Gefahr gewesen.
Festgestellt wurde der IT-Blackout um 4.30 Uhr, wie das KSBL mitteilte. Dank der frühen Tageszeit hätten weder Notfälle abgewiesen noch Operationen abgesagt werden müssen. Dennoch habe das KSBL umgehend das Universitätsspital Basel (USB) informiert, das für allfällige Notfälle aus dem KSBL-Einzugsgebiet bereitstand.
Es waren alle drei KSBL-Standorte betroffen: Liestal, Bruderholz und Laufen. In der Folge sei jener Bereich der Informatik lokalisiert worden, von dem das Problem ausgegangen war. Die genaue Ursache und Details seien jedoch noch abzuklären, so eine Sprecherin zur Nachrichtenagentur 'Keytone-sda'.
Auf Anfrage von inside-it.ch präzisiert Anita Kuoni, Leiterin der Kommunikation des KSBL, dass der Ausfall einer Netzwerkkomponente zum Totalausfall geführt habe. Betroffen waren demnach alle Systeme ausser den behandlungskritischen. Weiteres werde derzeit abgeklärt.
Die Patientinnen und Patienten seien während des Ausfalls nicht in Gefahr gewesen. Ausfallkonzepte hätten gegriffen, sodass der Spitalbetrieb "durchgehend gewährleistet" gewesen sei. Zudem seien keine behandlungskritischen Geräte betroffen gewesen, versichert man seitens des Spitals.
Es seien aber vorübergehend Notfälle ans USB umgeleitet worden. Zudem mussten im Spitalbetrieb die aktuellsten Daten der Patienten auf Papier ausgedruckt werden und die Abläufe seien – unter anderem durch vermehrte telefonische Kommunikation – verlangsamt gewesen, so Kuoni. Nun müsse man manuell erfasste Daten nachtragen. Aber, so unterstreicht die Kommunikations-Chefin, es seien keine Daten verloren gegangen.
Fehlerhafte Komponente sei eingegrenzt, isoliert und ausgetauscht worden. Zudem sei mit dem Netzwerkanbieter eine Analyse vorgenommen worden, wie Kuoni erklärt. Um 10 Uhr wurde dann intern Entwarnung geben, die Situation werde aber weiter beobachtet. (ts/Keystone-sda)

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