Kaspersky plant erstes Transparenzzentrum in Europa

27. Februar 2018, 16:54
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Kaspersky ist unter Druck.

Kaspersky ist unter Druck. In USA dürfen die Behörden keine Kaspersky-Software mehr nutzen. Ihr Vorwurf an das russische Unternehmen: Spionagemöglichkeiten für die russische Regierung.
In einem Interview mit 'Spiegel Online' wehrt sich Kasperskys neue Europachefin Ilijana Vavan erneut vehement dagegen: "Der Verdacht, dass Kaspersky gemeinsame Sache macht mit der russischen Regierung, ist lächerlich", sagt sie. In der Tat legten die US-Behörden bis anhin keine belastbaren Informationen vor.
Vavan glaubt, der Imageschaden sei zwar vorhanden, aber primär in den USA. In Europa sei das Vertrauen nach wie vor vorhanden: "Unsere Marktanteile in Europa wachsen. Mein Ziel für 2018 ist ein Wachstum im zweistelligen Bereich", so Vavan.
Sie wiederholt, dass Kaspersky gegen die US-Behörden klage: Kaspersky legt in "Transparenzzentren" den Quellcode inklusive Updates für eine unabhängige Überprüfung offen. "Das erste wird wohl nach derzeitiger Planung in Europa entstehen, zwei weitere in den USA und Asien".
Den Code dürften aber primär zertifizierte Regierungsvertreter einsehen können.
Inzwischen stehen in den USA auch Huawei und ZTEunter demselben Verdacht. Beweise? Fehlanzeige. Beide Unternehmen bestreiten den Verdacht. (mag)

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