Katzen hacken Netzwerke

12. August 2014 um 12:10
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Und Fische fliegen.

Und Fische fliegen.
Katzen sind gar nicht so unschuldig, wie sie wirken. Besonders solche mit 100 Dollar teuren Halsbändern, die Netzwerke ausspionieren. Der Principal Security Engineer Gene Bransfield rüstete die Katze Coco mit einem Spionage-Halsband aus. Wie amerikanische Medien berichten, untersuchte Gene die Netzwerke, die Coco antraf, als es durch die Nachbarschaft wanderte.
Für das Bond-Halsband namens "WarKitteh" benutzte der Ingenieur eine WiFi-Karte, einen GPS-Sender, einen Spark-Core-Chip und einen Akku. Der Spark-Core ist ein Open-Source-Chip für Firmware. WarKitteh und Gene untersuchten die 23 von Coco angetroffenen Netzwerke und waren überrascht: Vier waren gar nicht verschlüsselt und vier weitere waren mit der mangelhaften WEP-Verschlüsselungstechnologie geschützt.
Bransfield arbeitet beim Beratungsunternehmen Tenacity und hielt einen Vortrag an der Hacker-Konferenz Defcon in Las Vegas. Er musste eingestehen, die Stichprobe sei nicht repräsentativ. Dennoch müsse die Sicherheitsindustrie lernen, den Bürgern auf verständliche Weise zu erklären, wo das Problem liegt, meint der Ingenieur.
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Wie 'The Verge'. Die Apparatur sei ursprünglich gebaut worden, um Früchte zu transportieren. Doch beim Experimentieren sei man auf andere Anwendungsideen gekommen.
Die Erfindung soll Fischen helfen, Barrieren wie Dämme zu überwinden. So könne man beispielsweise den Lachs in seine Laichgründe katapultieren. "Wir haben einen Fisch in den Schlauch getan. Als der Fisch davonflog, haben wir uns gedacht 'Hm, könnte man weiterentwickeln'", so Todd Deligan von Whooshhs Innovations. (csi)

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