Kauft UPC Schweiz Salt oder Sunrise?

19. Februar 2018, 10:18
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Kaum hat das Mutterhaus des Schweizer Kabelnetzbetreibers UPC, der amerikanisch-britische Digital-TV-Gigant Liberty Global, sein --http://www.

Kaum hat das Mutterhaus des Schweizer Kabelnetzbetreibers UPC, der amerikanisch-britische Digital-TV-Gigant Liberty Global, sein Österreich-Geschäft an den deutschen Telekom-Riesen T-Mobile verkauft nahe. Demnach wollen die Besitzer von UPC den "Schweizer Markt für Internet, Fernsehen und Mobilfunk aufmischen" und zur Nummer zwei hinter Swisscom aufsteigen.
"Womöglich sei schon bald genügend Geld da, um Salt oder Sunrise zu schlucken", wird ein Manager des weltgrössten Kabelnetzbetreibers zitiert, dem UPC Schweiz gehört. So können man hierzulande die Lücke im Mobilfunkgeschäft schliessen, wo UPC nur 100'000 Kunden habe, und sich hinter Swisscom positionieren.
UPC-Pressesprecher Bernard Strapp will in einem kurzen Telefonat mit inside-it.ch die Berichterstattung nicht kommentieren. Er spricht von Gerüchten und Spekulationen.
Glaubt man der 'Sonntagszeitung' könnte die Übernahme von Salt oder Sunrise durch Verkäufe der Ländergesellschaften Deutschland, Rumänien, Ungarn und Tschechien an den britischen Telekomkonzern Vodafone finanziert werden. Die Verkäufe in Europa könnten Liberty Global bis zu 31 Milliarden Dollar einbringen, schätze die Credit Suisse. "Falls der Deal mit Vodafone klappt, verfügt die Mutterfirma von UPC Schweiz auf einen Schlag über enorme Mittel für Investitionen", heisst es weiter. Zur Dimension eines solchen Deals wird auf die Übernahme von Salt verwiesen. Bekanntlich ging 2015 die einstige Orange für rund 2,8 Milliarden Franken an den französischen Unternehmer Xavier Niel.
Zudem wird darauf hingewiesen, UPC Schweiz sei von Analysten mit einem Unternehmenswert von acht bis neun Milliarden Dollar markant höher bewertet als Salt oder Sunrise. Auch das helfe, die Finanzierung zu erleichtern.
Dass der Umbau des Europageschäft von Liberty Global nicht im luftleeren Raum hängt, hatte die 'Financial Times' (Paywall) geschrieben. Dort hiess es vor Wochenfrist, Liberty Global habe eingesehen, zu breit aufgestellt zu sein.
Auch das UPC Schweiz ab nächstem Jahr von Swisscom und nicht mehr von Salt Mobilfunkdienste für seine Kunden bezieht, wird nicht als Hindernis gesehen. Denn der Deal sei "nicht exklusiv", habe Liberty-Global-Chef Mike Fries erst letzten Donnerstag bei der Vorstellung des Jahresergebnisses betont. Damit seien "strategische Gespräche oder Gelegenheiten" von UPC Schweiz in keiner Weise eingeschränkt. (vri)

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