Kaum jemand kauft noch Unix-Server

29. Mai 2013, 14:03
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Die neusten Zahlen von Gartner zeigen einen serbelnden europäischen Server-Markt. Der Absatz von Unix-Geräten ist eingebrochen.

Die neusten Zahlen von Gartner zeigen einen serbelnden europäischen Server-Markt. Der Absatz von Unix-Geräten ist eingebrochen.
Trotz vergleichsweise guter Server-Verkäufe in den Regionen USA sowie Asien und Pazifik, malen die Analysten von Gartner weiterhin ein insgesamt unerfreuliches Marktbild von den ersten drei Monaten dieses Jahres. Mit einem Rückgang von 0,7 Prozent bei den Stückzahlen stagniert der globale Markt im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum zwar noch knapp, allerdings sind die Umsätze um fünf Prozent rückläufig.
Gelitten hat insbesondere die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika). In den ersten drei Monaten wurden hier noch rund 580'000 Server verkauft, was einen Rückgang von 6,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Die Umsätze schrumpften im gleichen Zeitraum um 9,6 Prozent auf noch 2,96 Milliarden Dollar. Laut Gartner ist man nach einem schwierigen Jahr 2012 wieder genauso unerfreulich ins 2013 gestartet. Die Budgets seien weiterhin begrenzt und es lasse sich an den Zahlen bisher nicht ablesen, dass die Unternehmen den Server-Käufen höhere Priorität beimessen.
Unix-Einbruch
Drastische Verschiebungen am Markt weist Gartner auch bei den Plattformen aus. Wie in EMEA stagniert der weltweite Verkauf bei den Stückzahlen der x86-basierten Systeme, wobei die hier erzielten Umsätze noch leicht um 1,8 Prozent zulegten. Erheblich gelitten haben dagegen die Unix-Server mit RISC- und Itanium-Prozessoren, deren Stückzahlen weltweit um 38,8 Prozent schrumpften - in EMEA sogar um satte 54,8 Prozent.
Bei den Herstellern führt umsatzmässig weiterhin IBM vor HP, wobei der Vorsprung immer kleiner wird. Nur der drittplatzierte Dell hat diesmal sowohl bei den Umsätzen (plus 14,4 Prozent) wie auch bei den Stückzahlen (plus 2,6 Prozent) zugelegt. Abstriche in beiden Kategorien mussten laut Gartner auch die viert- und fünftrangierten Fujitsu und Oracle hinnehmen. (vri)

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