Kein helvetisches RZ von Microsoft

8. November 2016, 16:30
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Immer wieder stand die Frage im Raum: Wird Microsoft in der Schweiz ein Rechenzentrum bauen? "Nein", sagt nun Microsoft-Schweiz-Chefin Marianne Jannik ganz klar.

Immer wieder stand die Frage im Raum: Wird Microsoft in der Schweiz ein Rechenzentrum bauen? "Nein", sagt nun Microsoft-Schweiz-Chefin Marianne Jannik ganz klar. "Ein Schweizer Datacenter steht derzeit nicht zur Debatte", sagt sie in einem Interview mit der 'Handelszeitung'. Damit befinden sich die Redmonder in guter Gesellschaft. Keiner der Hyperscaler Microsoft, AWS, Google oder IBM, plant derzeit – unseres Wissens nach – ein helvetisches RZ für die Auslieferung von Public-Cloud-Services.
In Deutschland arbeitet der US-Riese mit der Deutschen Telekom respektive T-Systems zusammen, um zusätzliches Vertrauen bei den Kunden zu schaffen. Dort bietet Microsoft Azure, Dynamics CRM und Office 365 aus deutschen RZs, lässt aber die Telekom als Daten-Treuhänder walten. Der US-Konzern erhält ohne Zustimmung keinen Zugriff auf die Daten. Auch Microsoft-Personal darf nicht ohne Begleitung eines T-Systems-Mitarbeiters in das Datacenter. Wie Jannik weiter sagt, sei das deutsche Rechenzentrum nicht nur für Kunden aus Deutschland, sondern eigne sich genauso für Schweizer Kunden. Man versuche, "unterschiedliche Rechtsräume so zu bedienen, wie es von den Regulatoren verlangt wird", so Janik zur 'Handelszeitung' weiter.
Bereits vor einem Jahr tönte es von Seiten Microsoft ähnlich. Es bestehen hierzulande keine Pläne ein Rechenzentrum zu bauen, sagte uns die Pressestelle damals. Es sei aber nichts in Stein gemeisselt. (kjo)

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