Keine Apotheker-Aussage am Oracle-SAP-Prozess (gar keine)

22. November 2010, 13:45
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Nachdem es seit Mitte Oktober nicht gelungen war, dem früheren SAP- und jetzigen HP-CEO Léo Apotheker rechtskräftig eine Vorladung zuzustellen, hat es Oracle anscheinend aufgegeben, ihn zu einer Aussage beim Schadensersatzprozess gegen SAP wegen der Vorgänge bei der früheren SAP-Tochter TomorrowNow zu zwingen.
Oracle hat zudem auch darauf verzichtet, Auszüge aus einer vor zwei Jahren auf Video aufgenommenen Aussage Apothekers zu zeigen. Oracle-Anwalt David Boies erklärte, dass man vollauf bewiesen habe, dass Apotheker über die Vorgänge bei TomorrowNow Bescheid wusste beziehungsweise sie sogar überwacht habe. Die zwei Jahre alte Aufzeichnung könne dazu keine neuen Aspekte bringen. HP erklärte dagegen in einem Statement am Freitag, der Verzicht beweise erneut, dass es Oracle mit der versuchten Vorladung Apothekers nie um die Sache selbst sondern nur darum gegangen sei, HP und seinen neuen Chef zu drangsalieren.
Laut US-Medien dürften damit heute beide Seiten ihre Schlussplädoyers halten, worauf sich die Geschworenen zur Entscheidungsfindung zurückziehen werden.
Die Geschworenen müssen nicht über die Schuldfrage entscheiden – SAP hat eine Schuld eingeräumt – aber über die Höhe des Schadensersatzes. Interessanterweise wagt nach unserer kurzen Presseschau kaum ein US-Beobachter genauere Prognosen dazu, wie sich die Geschworenen entscheiden werden, beziehungsweise wie überzeugend die Argumente Oracles waren, dass ein Schaden in Milliardenhöhe entstanden sei. (hjm)

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