Keine Schrottprämien: 25 Millionen für sinnvolle IT-Vorhaben

18. Juni 2009, 13:43
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Die IT-Branche schneidet sich ein kleines Stück vom Kuchen ab. Mit den Mitteln aus dem dritten Konjunkturpaket soll vor allem die "Swiss Digital Identity" vorangetrieben werden.

Die IT-Branche schneidet sich ein kleines Stück vom Kuchen ab. Mit den Mitteln aus dem dritten Konjunkturpaket soll vor allem die "Swiss Digital Identity" vorangetrieben werden.
Gestern ist bekannt geworden, dass die IT-Branche erstmals von Konjunkturankurbelungsmassnahmen des Bundes profitieren soll stellt der Bund im Bereich Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT) insgesamt 25 Millionen Franken zur Verfügung.
Drei Massnahmen
Die Mittel werden nicht etwa für "Schrottprämien" mit der Lancierung einer nationalen E-Gov-Strategie die Verbesserung der Abläufe in der öffentlichen Verwaltung mit Hilfe von IT auf die Fahne geschrieben. Bisher steht die Schweiz in Sachen E-Gov im internationalen Vergleich nämlich eher schlecht da.
Mit den 25 Millionen will der Bund konkret die sogenannte "Swiss Digital Identity" (SwissID) vorantreiben, die Abläufe im elektronischen Geschäfts- und Behördenverkehr entbürokratisieren und vereinfachen soll. Weitere Massnahmen sind die "Harmonisierung des elektronischen Nachweises von beruflichen Eigenschaften" sowie "Begleitmassnahmen zur Förderung des elektronischen Wirtschaftsraums" (Unterstützung der Einführung der Unternehmens-Identifikationsnummer).
SwissICT zufrieden
Die IT-Lobby ePower hatte gestern noch zusätzliche Vorschläge gemacht. Viel weiter ging der IT-Anbieter-Verband Swico, der Ende April acht Massnahmen gefordert hatte. Der Branchenverband SwissICT hingegen gibt sich in einer Mitteilung "sehr erfreut, dass im Stabilisierungspaket auch Massnahmen aus dem Bereich ICT gefördert werden." Die Einführung der SwissID stelle in der Schweiz einen wichtigen Schritt zur Steigerung von Produktivität und Effizienz dar und werde eine sehr breite Wirkung erzielen, meint SwissICT.
Nun sei es wichtig, dass Unternehmen und Behörden in kurzer Zeit applikatorische Schnittstellen zu ihren Informatik-Fachanwendungen bereitstellen, die die SwissID verwenden: "Die Anbieter sind bereit, ihren Beitrag zu leisten." (Maurizio Minetti)

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