KI: Die Chinesen scheinen rasch aufzuholen

12. Dezember 2016, 13:25
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Die Chinesen holen in Sachen künstlicher Intelligenz (KI) offenbar schnell auf.

Die Chinesen holen in Sachen künstlicher Intelligenz (KI) offenbar schnell auf. Chinas wertvollster Internet-Konzern, Tencent, investiert nicht nur in Finanzdienste und Cloud, sondern auch in KI.
Letzten April hatte Tencent bereits ein KI-Labor mit 30 Forschern gegründet, dieses kommt offenbar rasch voran, bereits nächstes Jahr sollen Eigenentwicklungen auf den Markt kommen. "Vor zehn Jahren sagte man, dass chinesische Unternehmen Ideen aus den USA kopieren", sagt Xing Yao, Vizepräsident bei Tencent laut 'MIT Technology Review'. "Wir haben uns weiterentwickelt und gehen zur Innovation über." Tencent nutzt als Markttreiber die eigenen Social-Mobile-Apps WeChat und QQ, welche rund 900 Millionen aktive Nutzer haben sollen.
Auch Baidu, Chinas führende Suchmaschine, hat im September Baidu Venture gegründet und neulich gesagt, es betrachte KI als zentralen Faktor für das eigene Wachstum. Laut 'Shanghai Daily' investiert Baidu 15 Prozent der Einnahmen in Forschung und Entwicklung, einen erklecklichen Anteil daran in KI. An der World Internet Conference vor zwei Wochen zeigte der Konzern gleich 15 neue, autonome Fahrzeuge und hat eine Baidu Brain genannte, eigene Deep Learning-Lösung am Start.
Das wachsende Können der Chinesen zeigt sich laut 'MIT Technology Review' auch in den Forschungsaktivitäten. Mit Verweis auf 'Nikkei Asian Review' stellen die US-Amerikaner etwas verblüfft fest, dass die Chinesen an den Top-Akademiker-Konferenzen inzwischen Rang zwei belegen, was die Anzahl Redner und Studien betrifft. Viele Studien führten Amerikaner und Chinesen zudem gemeinsam durch.
"Chinas wachsendes KI-Know-how gefährdet die Führung der USA in diesem Bereich", bilanziert 'MIT Technology Review'. Und inmitten all Getöse zeigt sich immer klarer, dass auch die grossen Hardware-Fortschritte auch in der Schweiz "Deep Learning" beflügeln. (Marcel Gamma)

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