Kinder mögen Tablets, verschmähen TV

28. Oktober 2013, 13:28
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Zwei von fünf US-Kindern im Alter von bis zu zwei Jahren benutzen mobile Endgeräte noch bevor sie richtig sprechen können, während es 2011 erst zehn Prozent waren, wie eine aktuelle Studie des Familienportals Common Sense Media ergeben hat.

Zwei von fünf US-Kindern im Alter von bis zu zwei Jahren benutzen mobile Endgeräte noch bevor sie richtig sprechen können, während es 2011 erst zehn Prozent waren, wie eine aktuelle Studie des Familienportals Common Sense Media ergeben hat. Im Alter von acht Jahren sind es bereits 72 Prozent, die Smartphones & Co verwenden.
"Es zeigt sich, dass die Generation der Digital Natives nun endgültig und unwiderruflich angekommen ist," so der Schweizer Markenexperte Stefan Vogler gegenüber 'pressetext'. "Gerade Kinder sind prädestiniert dafür, schon früh an eine Marke gebunden zu werden, die in der ganzen Kindheit relevant ist. Wahrnehmungspsychologisch ist jedoch fraglich, ob Markenbindung in diesem jungen Alter bereits funktioniert. Da müsste wohl der Umweg über die Eltern genommen werden."
Nutzung steigt kontinuierlich
Während der Gebrauch von mobilen Geräten unter den Kleinsten im Vergleich zu 2011 rapide angestiegen ist, stagnierte die Nutzung von TV (66 Prozent) oder sank sogar, wie im Fall der DVD (von 52 auf 46 Prozent). So ist nicht nur die Anzahl der Kinder, die diese neuen Technologien verwenden, gestiegen. Auch hat sich die Zeit, die täglich darauf verwendet wird, von fünf auf 15 Minuten erhöht.
Benutzt werden die mobilen Geräte von den Kleinsten in erster Linie, um zu spielen und Videos anzusehen. "Ich kann mir gut vorstellen, dass die Industrie in Zukunft Geräte extra für die Jüngsten entwickelt - vielleicht gibt es schon bald ein Kinder-Tablet", meint Vogler. Freilich gibt es bereits heute solche Tablets.
Diese Entwicklung birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Einerseits handelt es sich um eine neue bildungserzieherische Möglichkeit, andererseits darf ein Tablet nicht als virtueller Babysitter missbraucht werden. In jedem Fall aber wird das Kind für die Technik- und Unterhaltungsindustrie von immer grösserer Bedeutung. (pte/mim)

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