Kingston leidet unter dem Tablet-Boom

28. Januar 2013, 16:09
  • kingston
image

Der Speicherhersteller Kingston präsentierte vergangene Woche in kulinarischem Ambiente neues aus seiner "Consumer-Kammer" sowie aktuelle Zahlen.

Der Speicherhersteller Kingston präsentierte vergangene Woche in kulinarischem Ambiente neues aus seiner "Consumer-Kammer" sowie aktuelle Zahlen.
"Die Trends liegen in den Bereichen Gaming und USB 3.0 sowie bei Enterprise-Kunden", so Christian Marhöfer, Regional Director DACH bei Kingston, an einer Cooking-Pressekonferenz vergangenen Mittwoch am Zollikerberg.
Auch Kingston spürt die Veränderungen im PC-Markt: Einerseits ist die Nachfrage nach Tablets gross, andererseits kaufen europäische Kunden wegen der schlechten Wirtschaftslage weniger ein. Dazu kommt, dass die Preise für Speicher weiter am Zerfallen sind. In Folge sanken die Umsätze letztes Jahr mit Speichermodulen im Bereich Desktop und Notebook um 40, beziehungsweise 50 Prozent in der EMEA-Region. Insgesamt ging der Umsatz in Europa um rund 25 Prozent zurück. Gleiches gilt für die Schweiz. Gut liefen hingegen andere Bereiche wie Gaming, SSDs oder USB-Sticks. Im ersteren konnten die ausgelieferten Stückzahlen um rund 40 Prozent gesteigert werden. Ebenso seien auch die Kapazitäten gestiegen, heisst es von Seiten Kingston: Es ist zu beobachten, wie Kunden mittlerweile zu deutlich grösseren Modulen greifen. "RAM Speicher-Kits mit 32 GB werden zunehmend beliebter", so Marhöfer.
Schweiz als Europa-Vorreiter
In der Schweiz hält Kingston im Bereich High-End-USB-Sticks einen Marktanteil von acht Prozent, zum Beispiel mit Sticks wie dem Hyper-X mit 256 Gigabyte. Damit ist die Schweiz Europameister in diesem Segment. Im Enterprise-Segment seien White-Box-Systeme im Trend, die für Zuwächse bei Kingston sorgen. Ebenfalls wachse der Speicherabsatz für Intels Server-Plattform Ruby und Kingston liefere im Servermarkt 20 Prozent mehr Speicher aus. Im SSD-Markt gelang es dem Speicherhersteller, um 30 Prozent zu wachsen, auch wenn dies laut Unternehmen als eher gering eingestuft wird - man sei spät in den Markt eingestiegen. Kingston glaubt, dass sich USB 3.0 mit maximaler Leistungsfähigkeit weiter durchsetzen werde und sieht Potential für sich am Gaming-Markt, denn neue Spiele werden mehr Speicher und eine höhere Performance brauchen. (Hanna Lauer)

Loading

Mehr zum Thema

image

HP übernimmt die Gaming-Sparte von Kingston

Für rund 425 Millionen Dollar schluckt HP die als Hersteller von PC- und Konsolen-Zubehör bekannte Kingston-Tochter HyperX.

publiziert am 25.2.2021
image

Schweizer App für 18 Millionen Dollar nach Malta verkauft

Die Dating-App Once wechselt den Besitzer. Diesen hat offenbar das KI-basierte Konzept überzeugt.

publiziert am 21.1.2021
image

IronKey-Speicherprodukte bei Prosoft

Der auf Security-Produkte spezialisierte Distributor Prosoft vertreibt neu die hardwareverschlüsselten USB-Sticks und Festplatten der Marke IronKey in der Schweiz, Deutschland und Österreich.

publiziert am 9.5.2016
image

Kingston übernimmt IronKey-Technologie

Der Speicherhersteller Kingston Digital übernimmt die USB-Technologie IronKey von Imation zu einem nicht genannten Preis.

publiziert am 8.2.2016