Kingston Schweiz lobt 2010

21. Januar 2011, 09:48
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Reduzierter Preiszerfall, schwächere Konkurrenz: 2010 war für den Speicherhersteller ein gutes Jahr.

Reduzierter Preiszerfall, schwächere Konkurrenz: 2010 war für den Speicherhersteller ein gutes Jahr.
Der US-Speichermodul-Hersteller Kingston konnte den Absatz letztes Jahr in der Schweiz um 18,5 Prozent (in Dollar) steigern, wie Kingston-DACH-Chef Christian Marhöfer gestern Abend an einem Medienanlass in Zürich sagte. Absolute Zahlen nannte Marhöfer leider nicht, immerhin zerstreute er unseren Verdacht, der Umsatzwachstum sei auf Währungsphänomene zurückzuführen (sinkender Wert des Dollars gegenüber dem Franken). Währungseffekte haben gemäss Marhöfer wenig Wirkung, weil Kingston vielen Kunden die Rechnungen in Dollar stellt. Noch 2008 und 2009 litt Kingston in der Schweiz massiv unter dem rapiden Preiszerfall und musste Umsatzrückgänge hinnehmen.
Kingstons Channel-Produkte, die "Value RAM" Speichermodule, legten sogar um etwa 30 Prozent zu, wie Marhöfer sagte. Die "Value RAM" machten letztes Jahr gegen 50 Prozent des Absatzes von Kingston in der Schweiz aus. Das Geschäft mit Solid-State-Disks (SSDs) ist hingegen noch erstaunlich klein - es macht gerade mal fünf Prozent des Kingston-Umsatzes in der Schweiz aus. Doch Marhöfer glaubt, dass der SSD-Markt 2010 "den Durchbruch geschafft hat".
Trends sprechen für Kingston
Der US-Speicherhersteller dürfte auch im laufenden Jahr von einigen Trends profitieren. So haben No-Name-Anbieter angesichts von gesunkenen Preisen (was die Preisunterschiede in Franken verringert hat) mehr Mühe, sich gegen anerkannte Marken durchzusetzen. Zudem steigert der Trend zur Virtualisierung von Servern die Nachfrage nach RAM massiv. Und natürlich spricht der gestoppte Preiszerfall für den Hersteller.
Auch das Geschäft mit der "Aufrüstung" von PCs, Notebook und Servern ist nicht umzubringen: Immer noch ein Fünftel der von Kingston in der Schweiz verkauften RAM-Module beruhen auf der "veralteten" DDR1-Technologie. (Christoph Hugenschmidt)

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