Kleinere Banken haben bessere Internet-Seiten

16. Februar 2010, 16:57
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Die Firma Sitemorse, die das Testen von Webseiten als Dienstleistung anbietet, untersucht vierteljährlich die Qualität der Internet-Angebote von Schweizer Banken.

Die Firma Sitemorse, die das Testen von Webseiten als Dienstleistung anbietet, untersucht vierteljährlich die Qualität der Internet-Angebote von Schweizer Banken. Bewertet werden reibungsloses Funktionieren, Qualität des Codes (Einhalten von Standards), Zugang für Behinderte, die Geschwindigkeit, mit der die Webpages aufgerufen werden und Qualität der Metadaten für Suchmaschinen.
Im jüngsten Test hat nicht etwa Credit Suisse, UBS, Raiffeisen oder eine der reichen Kantonalbanken gewonnen, sondern die winzige Ersparniskasse Speicher. Auf Platz 2 landete die Private Client Bank, auf Platz 3 die Faisal Private Bank und auf Platz 4 die Internet-Bank von Axa. Die ZKB schafft es immerhin auf Platz 14. während Credit Suisse auf Platz 168 herumkriecht und die gebeutelte UBS Rang 223 belegt. Auffallend ist allerdings, dass die Bewertung der Bankenwebsites von Durchführung zu Durchführung stark schwankt.
Dass die Webseiten von kleineren Banken tendenziell besser bewertet werden, erklärt sich aus der Methodik der Untersuchung. Das stark gewichtete Kriterium "Funktion" misst vor allem, ob alle Links auf der Webseite funktionieren. Hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass Links bei sehr umfangreichen Webseiten von Grossbanken ins Nichts führen, viel grösser als bei einer Kleinbank. Zudem dürfte eine Bank wie UBS, die massiv restrukturiert, mehr Mühe haben, alle Unter-Webseiten aktuell zu halten.
Interessant: Nur 16,2 Prozent der getesten Webseiten hielten Web-Standards vollständig ein. Und immerhin 49 der über 250 Bankenwebseiten verfehlten die Standards der Barrierefreiheit nach Level A und Level AA.
Sitemorse hat einen Überblick über das Resultat der weitgehend automatisierten Tests veröffentlicht. (hc)

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